Mittwoch, 21. November 2012

Miami Teil 2: Delfine und Kubaner

Wenn ich an Miami zurück denken werde, wird mir vor allem eines in Erinnerung bleiben: es ist teuer. Aber beginnen wir von vorn. Nach einer erholsamen Nacht in einem frisch renovierten Hotel bei dem wir zwar ein Sonderangebot erwischt hatten jedoch leider ohne Frühstück, suchten wir also als erstes etwas essbares. Das ist in Miami Beach gar nicht so einfach. Hier reiht sich zwar Restaurant an Restaurant, aber wenn man ein schnelles Frühstück möchte, ohne sich groß niederzulassen, sucht man vergebens. Immerhin schien heute morgen bereits die Sonne und der Himmel war strahlend blau, so dass wir die Suche nutzen konnten um noch ein paar schöne Fotos vom Art Deco District zu machen, nachdem der gestrige Tag ja eher trüb war. Unverrichteter Dinge bezüglich des Frühstückes holten wir unser Auto und checkten am Hotel aus. Die super Lage des Hotels war gerade beim Parkplatz hinderlich, denn hier mussten wir in ein nahegelegenes Parkhaus für $20 für 24h ausweichen. Dann ging es zum Miami Seaquarium zu dem man über den Rickenbecker Causeway gelangt, welcher natürlich eine Maut verlangt. 
Obwohl wir Tickets für das Schwimmen mit den Delfinen hatten, die schon ein halbes Vermögen gekostet haben, mussten wir auch noch $8 zum Parken bezahlen. Immerhin war der Eintritt in das Seaquarium inbegriffen. Da unsere Veranstaltung erst 10.15 Uhr begann, hatten wir noch Gelegenheit die tropischen Fische und Manatees zu betrachten. Dann ging unser eigentliches Abenteuer los. Zunächst warteten wir darauf abgeholt zu werden und, mit ca. 13 Minuten Verspätung bekamen wir dann auch unseren Wetsuite ausgehändigt in den wir uns zwängen mussten. 
Hier wurde mir dann auch bewusst, dass wir nicht allein waren, sondern noch 4 weitere Besucher mit uns kamen. Nach einer kurzen Einführung was uns erwartet und wie wir uns zu Verhalten haben, ging es dann ins Wasser. Es stand zwar in der Email, dass Kameras nicht mit ins Wasser genommen werden dürfen, allerdings dachte ich, dass wir uns wenigstens abwechseln könnten und gegenseitig Fotos vom Rand machen durften. Doch auch das wurde mir verboten. Im kalten Salzwasser wurde dann nicht lang rum gefackelt, gleich als erstes hingen wir uns nacheinander an die Finne eines Delfines und am ging es quer durch das Becken. Ich hatte gehofft dass wir das noch einmal machen, schließlich hat mich das Schwimmen mit dem Delfin $80 mehr gekostet, aber dem war nicht so. als nächstes erklärte uns jemand die Besonderheiten eines Delfines, Mund, Zähne, Ohren und wir durften die Delfin füttern und streicheln und auch einen Kuss geben sowie im Arm halten. Als ich einmal nicht schnell genug wieder aufstand, das ich vermeiden wollte auf die Flosse des Delfines zu treten, wurde ich schon ungeduldig von der Trainerin darauf hingewiesen, dass noch andere warten. Sehr freundlich. Auch beim Streicheln hieß es: wer zu langsam ist hat Pech gehabt. Als letztes bekamen wir eine Taucherbrille und wir konnten unter Wasser zuschauen wie der Delfin Kunststückchen vollführt. Und dann war unsere halbe Stunde mit den beiden Delfinen auch schon abgelaufen. Die Interaktion mit dem Delfin war wirklich ein Erlebnis und hat sehr viel Spaß gemacht. Die Haut des Delfines fässt sich an wie Seide und die Tiere reagieren wirklich auch einen. Leider wurde unser Erlebnis beim Verlassen des Bereiches schon wieder getrübt, denn hier sahen wir die Preise für die Fotos. 5 Fotos für sage und schreibe $42!!! Wir entschieden uns dann doch noch $18 drauf zu legen und gleich eine ganze CD von uns zu erwerben, so haben wir immerhin 25 Fotos und da es wohl mit ziemlicher Sicherheit ein einmaliges Erlebnis bleiben wird, gönnten wir uns das. So viel Spaß wie es auch gemacht hat, die Preise dafür finde ich nicht gerechtfertigt. Eine halbe Stunde mit dem Delfin, die sich dann jedoch eigentlich durch 6 Personen teilte, so dass für jeden max. 5 Minuten mit dem Delfin übrig blieb. Das waren wohl die teuersten 5 Minuten meines Lebens. Aber wie gesagt ein Erlebnis war es trotzdem.
Wir versuchten noch einiges vom Rest des Parkes mitzuehmen. Neben den vom Aussterben bedrohten Manatis, einer besonderen Art von Seekühen, sahen wir die Seelöwenshow sowie die Delfin und Killerwal Show, das Haifischbecken, die Seaturtles und Krokodile bevor wir den Park wieder verließen. Am Key Biscane genossen wir noch etwas die Sonne und das türkisblaue Meer. Am Nachmittag fuhren wir in der Downtown am Venetian Pool, einem Schwimmbad vorbei und parkten dann in der Innenstadt. Gut wir fanden nicht das günstigste Parkhaus, aber bei dem Verkehr und Stop und Go waren wir froh das Auto überhaupt irgendwo loszuwerden. $6 je angebrochene 30 Minuten. Wahnsinn. Immerhin war der Metromover, eine erhöhte Straßenbahn, die etwas an die EL von Chicago erinnert, kostenlos. Mit dieser fuhren wir ca. 1h in unterschiedliche Richtungen und bekamen so einen guten Über- und Ausblick auf Downtown Miami. 
Letzter Stopp des Tages war in Little Havana, einem Bereich wo sich viele Kubaner niedergelassen haben. Hier befindet sich nicht nur dssd Cuban Memorial sondern auch der Walk of Latin Stars. Den einzigen den VI darunter erkannte war Julio Iglesias, alle anderen sagten mir nix. Abgesehen davon konnte man viele kubanische Souvenirs und auch Zigarre kaufen, an beidem waren wir nicht wirklich interessiert. Also verließen wir endgültig diese teure Stadt. Auf dem Weg zu unserem Hotel in Florida City machten wir nicht einen Stopp zum Abendessen, und um 21 Uhr erreichten wir das Quality Inn.

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