Sonntag, 18. November 2012

Kennedy Space Center

Für mich stand heute eines der Highlights auf dem Plan. Auf der Merritt Island befindet sich das weltbekannte Cape Caneveral. Mittlerweile starten hier zwar keine bemannten Shuttlemissionen mehr, aber die ein oder andere unbemannte Mission wird noch abgeschossen. Natürlich musste man auch hier noch einmal extra für den Parkplatz bezahlen, bevor man auf das eigentliche Gelände durfte. Auf dem Gelände wird man gleich vom Rocket Garden empfangen, wo die Raketen aufgereiht sind wie die Orgelpfeifen. Zu unserem Ticket gehörte auch eine Bustour, die uns in den sonst nicht zugänglichen Bereich der Appollo Missionen führte. Auf dem Weg dahin werden kurze Videos im Bus gezeigt und bei Appollo angekommen bekommt man zunächst ein Video über die Anfänge der Raumfahrt in den USA gezeigt: wie sich der Wettstreit im kalten Krieg gegen Russland aufgeschaukelt hat, wie die ersten Versuche mit Menschenverlusten endeten und dann letztlich der Erfolg mit Appollo 11. Dann kamen wir in den Hangar in dem eine maßstabsgerechte Rakete aufgebaut war. Sehr interessant wie sich diese zusammensetzt und wann welche Komponente während der Mission einfach abgeworfen wird. An so einem Raketenbau wirken so viele Firmen mit, jeder baut ein Stück und letztlich müssen diese Komponenten alle zusammenarbeiten. Mich würde interessieren wer da der Projektleiter war und wie die ihre Testspezifikation geschrieben haben. 
Weiterhin gab es noch verschiedene Raumfahrtutensilien zu bewundern bevor wir uns wieder auf den Rückweg zum Hauptgelände machten. Besonders toll fand ich hier die Simulation eines Spaceshuttlestarts, die harmloser war als eine Achterbahnfahrt, da die Neigung max. 90Grad betrug. Wir schauten uns außerdem 2 3D Filme im IMAX an (inklusive) über die ISS und das Hubble Telescope. Sehr interessant und gesprochen von Tom Cruise und Leonardo DiCaprio. Außerdem gab es noch diverse andere Museen wie das Nature und Space oder das mit den Robotern im Weltall (wo auch kurz die neueste Mission mit Curiosity erwähnt wurde an der Siemens mitgewirkt hat). Da uns aber langsam die Zeit davon rannte und wir noch in die etwas außerhalb liegende Space Hall of Fame wollten, schauten wir uns das nur oberflächlich an. Die Hall of Fame ist auch sehr interessant und erinnert auch an die verunglückten Missionen Columbia, Challenger, Endavour. Leider schließt hier alles bereits um 5 Uhr, so dass wir quasi rausgeschmissen wurden aus dem Museum.
Ich fand das alles wirklich sehr interessant, hätte mir jedoch gewünscht, dass wir auch mal mit einem Guide richtig sprechen könnten und Fragen stellen dürfen, bspw. Warum gerade der Standort etc. Leider waren dafür nur Informationstafeln und Audiostationen mit vorgefertigten Standardinformationen vorgesehen.
Übernachten werden wir im Fairfield Inn von Marriott außerhalb von Boca Raton.

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