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Dienstag, 17. Januar 2012

What the heck are Stink Bugs?

Und mal wieder was Neues von der Fauna der USA. Bereits beim Saubermachen meines neuen Zimmers musste ich einige Überreste von toten Käfern beseitigen. Ich schob es aber darauf, dass meine Vormieterin ewig nicht sauber gemacht hatte und sich das über die Zeit angesammelt hatte. Zumindest ließen die Unmengen an Staub darauf zurückschließen.
Doch vor einigen Tagen, als ich gemütlich Fernsehen schaute hörte ich plötzlich ein Geräusch, was so klang als sei ein Mini-Helikopter in meinem Zimmer unterwegs. Als das Geräusch verstummte, sah ich auch den Käfer, der sich in den Lichtkegel der Lampe an die Wand gesetzt hatte. Ein daumennagelgroßes, hässliches Vieh. Ich erinnerte mich sofort, dass meine Chefin mir zu Thanksgiving etwas von den sogenannten Stinkbugs erzählt hatte, die es u.a. in unserem alten Bürogebäude gab. Und diese Viecher heißen nicht von ungefähr so. Tötet man sie nämlich in dem man sie zerdrückt, geben ihrer Drüsen einen ekligen Gestank ab, der das ganze Zimmer benebelt. Da ich mir nicht anders zu helfen wusste, ging ich das Risiko aber ein. Und siehe da, meiner stank gar nicht so sehr...nur leider weiß man das vorher ja nie. Nachdem ich auf diese Art und Weise noch einige im Laufe der letzten Woche erledigt hatte, und mir alle Welt sagte ich könne sie doch nicht zerdrücken wegen des Gestankes, der angeblich wieder weitere Stinkbugs anlockt, wollte ich etwas neues ausprobieren. Ich fing den Käfer dieses mal in einem Glas, ließ etwas Wasser in mein Waschbecken und wollte ihn ertränken. So weit der Plan. Aber der Käfer machte alles andere als ertrinken. Im Gegenteil nahm er ein paar kräftige Züge und beschäftigte sich damit sein Brustschwimmstil zu verbessern. Lauge, so hatte ich gelesen soll auch helfen. Also nix wie ein bisschen Seife über das Tier. Doch auch das schien ihm nichts auszumachen. In meiner Verzweiflung griff ich dann zum echten deutschen 8x4 Deo Spray. Und siehe da: innerhalb weniger Sekunden lag das Tier regungslos im Waschbecken. Nun ab damit in die Toilette und runter damit.  

Der Stinkbug übrigens ist eine echte Plage hier. Mitte der 90er ist er wohl von Asien eingeschleppt wurden und ließ sich hier in der Gegend von Allentown, PA nieder. Er ist momentan in Massen im südöstlichen Pennsylvania aber auch in den angrenzenden Bundesstaaten anzutreffen. Im Herbst, wenn es draußen kälter wird, kriechen sie gern durch undichte Stellen in die Häuser um dort zu überwintern. Zudem vermehrt er sich auch ziemlich schnell, nicht zu letzt weil er hier im Gegensatz zu Asien keinerlei natürliche Feinde hat. Bei meinem Aufenthalt vor 5 Jahren ist mir der Stinkbug noch nicht einmal begegnet. Es soll Häuser geben, da kann man nicht mal mehr in Ruhe essen oder fernsehen ohne nicht von dem Käfer belästigt zu werden. Aber eigentlich ist das Tier ziemlich dumm und sehr, sehr langsam. Immerhin tut er dem Menschen eigentlich auch nicht, obwohl seine scharfen Fühler, mit denen er normalerweise das Obst und Gemüse ansticht natürlich auch Schmerzen verursachen können. Die Landwirtschaft ist momentan allerdings am meisten davon betroffen, denn wie gesagt, ernährt er sich gern von diesen Dingen. Ich selbst kann dagegen nur wenig unternehmen, selbst Kammerjäger weisen nur einen kurzfristigen Erfolg auf. Weitere Methoden wie das Einsprühen bzw. Abdichten des gesamten Hauses sind eine weitere sehr kostenintensive Methode. Mehrere Universitäten beschäftigen sich bereits mit den Stinkbugs und ich hoffe es wird bald eine Lösung gefunden. 

Samstag, 14. Januar 2012

Couponing

Und ich habe mal wieder einen neuen US-Sport entdeckt: Couponing.
Als ich gestern unsere Küche betrat, wurde ich von einer Unmenge an Einkaufstüten erschlagen. Meine Mitbewohnerin ist aus ihren Weihnachtsferien zurückgekehrt und hat den freien Tag genutzt, um ihre vielen, über Weihnachten gesammelten Coupons in Produkte umzuwandeln. Von Coupons haben wir ja alle schon einmal gehört, doch hier in den USA hat der Coupon eine viel größere Bedeutung als bei uns in Deutschland. Überall kann man sie finden: an der Supermarktkasse, in Zeitungen, Zeitschriften, auf der Innenseite von Produktverpackungen und im Zeitalter des Internets natürlich auch online. Sonya präsentierte mir ihre gesamten Coupons: ein Stapel den man durchaus in einem Ordner hätte abheften können. Es gibt Herstellercoupons die man überall da einlösen kann, wo es das Produkt zu kaufen gibt,  oder sogenannte Store-Coupons die wirklich nur bei der Kette/ dem Laden eingelöst werden können. Außerdem muss man genau lesen: einige gelten nur wenn man eine bestimmte Anzahl des Produktes kauft und natürlich haben alle ein Ablaufdatum. Sonya erklärt mir auch das ACME (ähnlich wie Kaufland aber nur hier im Nordosten der USA zu finden) die Coupons <$1 verdoppelt. Deshalb sind die 75ct Coupons die wertvollsten, da sie bei ACME $1.50 Rabatt bedeuten. Ich durfte mir aus dem Stapel welche aussuchen und habe nun heute das erste mal ge-coupont und siehe da, die Supermarktkasse hat alles richtig berechnet.
Im Internet findet man auch diverse Videos über Extreme Couponing wo Leute bestimmte Produkte für über $800 einkaufen und nach Vorlage von hunderten Coupons am Ende sogar noch ausbezahlt werden. Allerdings haben die auch den ganzen Keller voller Produkte - denn oftmals müssen dann eben 10 Waschmittelpackungen gekauften werden oder 10x Katzenfutter u.s.w.

Dienstag, 10. Januar 2012

Again...der Führerschein

Ich kann es kaum glauben. Als ich heute meinen 4. Versuch im Driver's License Center unternahm, hat auch alles gepasst. Die Rückmeldung aus Deutschland war vorhanden, ich hatte alle meine Dokumente, der Sehtest verlief positiv, die Dame am Schalter war zur Abwechlsung auch mal eine sehr nette. Doch dann passierte es...die Nummer meines Passes wurde vom System nicht verarbeitet. Und warum? Nun das weiß man nicht so genau. Die gute Frau probierte es noch einmal, erklärt mir aber dann dass es wohl an den unterschiedlichen Namen auf meinen Dokumenten liegt. Obwohl mein Rufname auf allen erscheint, legt man hier im Gegensatz zum deutschen Führerschein Wert auf die Reihenfolge der Name. In den nächsten 3 Wochen werde ich also Post erhalten, die mir verrät, ob ich demnächst meinen Führerschein bekommen darf.

Mittwoch, 4. Januar 2012

It's a pain...

Kaum 2 Tage wieder zurück, holte mich auch schon die Realität wieder ein. In der Mittagspause unternahm ich einen weiteren Anlauf auf dem Driver's License Center. Meine telefonische Nachfrage vor Weihnachten wurde ja abgewiesen, mit der Begründung man könne mich am Telefon nicht identifizieren (was auch nicht anders wäre wenn sie mir endlich den langersehnte Anruf geben würden). Wie gewünscht wartete ich also vor dem Supervisor Office, nur um dann als ich endlich dran war herauszufinden dass er mir nicht weiterhelfen kann. Immerhin sagte er einem Angestellten Bescheid. Ich musste natürlich noch einmal knapp 10 Minuten warten bis dieser dann endlich ins Lager, oder wohin auch immer ging, um zu schauen ob die Rückmeldung aus Deutschland eingetroffen ist. Und tatsächlich war immer noch nichts da. Nach 1.5 Monaten bin ich also immer noch nicht weiter. Immerhin konnte ich diesesmal den Angestellten überreden den Prozess noch einmal abzustoßen. In 6 Tagen soll ich dann noch einmal telefonisch nachfragen, ob inzwischen was angekommen ist. Auf meinen Einwand dass man mir telefonisch keine Auskunft gibt meinte der gute Herr ich soll einfach sagen mir wurde gesagt ich sollte anrufen, weil mein Führerscheinabgleich nun schon zum zweiten Mal angestoßen wurde. Den Erfolg dieser Methode wage ich zwar zu bezweifeln, aber mir bleibt ja sowieso nichts anderes übrig. Und egal wem man hier von dieser Führerscheingeschichte erzählt bekommt ich immer nur eines zu hören: "Yeah, it can be a pain!".
Allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012!

Mittwoch, 21. Dezember 2011

PA Driver's License

Vielleicht hat sich der ein oder andere zwischenzeitlich schon mal gefragt was nun mit meinem US Führerschein eigentlich geworden ist. Nun das habe ich mich auch. Nämlich bisher: nichts. Nach meinem ersten Versuch, bei dem ich fast staatenlos das Büro wieder verlassen hätte, sollte ich eigentlich nach 1-2 Wochen einen Anruf bekommen, denn dann seien meine Daten mit Deutschland abgeglichen und ich könnte den Führerschein umschreiben lassen. Nun war ich bereits vorige Woche (nach 3 Wochen) wieder im DL Büro, aber immer noch keine Genehmigung von Deutschland war da. Heute wollte ich dann zur Abwechslung mal telefonisch nachfragen. Ich erhielt natürlich keine Auskunft, da man mich am Telefon ja nicht identifizieren könne. Da könnte ja jeder anrufen. Das dies im Umkehrschluss ja eigentlich auch für den Anruf gilt den das DL Büro an mich tätigt, so weit denkt man da anscheinend nicht. Wer garantiert schon, dass wirklich ich den Hörer abnehme und die Information entgegen nimmt!? 
Ich habe nun noch genau 4 Wochen, dann läuft meine Autoversicherung aus, wenn ich keinen US-Führerschein präsentieren kann.  Ich vermute dass die Herrschaften versuchen den Führerschein auf meinen Mittelnamen abzugleichen, der ja komischerweise an erster Stelle steht im Pass jedoch überhaupt nicht auf meinem Führerschein auftaucht, und diese Informationen nicht übereinstimmen....und dabei habe ich doch versucht zu erklären, dass das nicht mein erster Vorname ist sondern nur der Mittelname. Vielen Dank an dieser Stelle an Deutschland, die es jahrelang zuließen Rufnamen in der Geburtsurkunde irgendwo einzutragen und zu unterstreichen und nun plötzlich Pässe ohne diese Information ausstellen.
Nun gut, nun ist erstmal Weihnachten und da es zurück nach Deutschland geht kann es nur von Vorteil sein, dass ich meinen deutschen Führerschein noch habe.

Samstag, 19. November 2011

Runde 3 - Auto Dealer gegen Kunde

Nachdem ich bis 12 Uhr mittags immernoch nichts vom Dealer 1 gehört hatte, entschloss ich mich anzurufen. Natürlich kommt man dort nur bei der Empfangsdame an und diese teilte mir mit, dass besagter Dealer unterwegs sei. Ich bat sie ihm auszurichten, dass er mich sobald er wieder da ist anrufen solle. Weitere 1,5h später war aber immer noch nichts passiert. Ich rief wieder an und angeblich war der Dealer 1 immernoch im Kundengespräch. In mir wurde der Verdacht langsam erhärtet, dass man mich so lang wie möglich hin hält, damit ich mich dann nicht mehr anderweitig umsehen kann. Die Autohäuser schließen hier nämlich um 18 Uhr. Ungefähr zur gleichen Zeit schrieb mir der andere Dealer 2 per Mail. Ich dachte mir "Was soll's, versuchen kann ich es ja mal". Etwas übermütig antwortete ich auf seine Mail, dass er den Deal hat wenn er den gestrigen Preis des anderen Dealers unterbietet. Und schon klingelte mein Telefon - allerdings war Dealer1 am Apparat und teilte mir mit, dass sie den Preis von gestern halten könnten. Nun wusste ich aber die Antwort von Dealer 2 noch nicht. Ich meinte also, dass ich mich auf den Weg machen werde zu Dealer 1 (in der Hoffnung dass sich Dealer 2 sowieso nicht mehr melden würde oder den Preis nicht unterbietet). Doch kaum hatte ich aufgelegt, meldete sich Dealer 2. Er war weitere $100 heruntergegangen. Nun saß ich in der Klemme und ich fühlte mich sehr unwohl. Hatte ich dem anderen Dealer doch schon telefonisch zugesagt. Ich meinte am Telefon sein Autohaus sei weiter weg als der andere, und ich hätte mich schon auf dem Weg befunden zu Dealer 1 aber weitere $100 und ich würde zu ihm fahren. Nun $50 ist er nocheinmal heruntergegangen. Aber mehr ging nicht und dann kamen auch die berühmtberüchtigten Schuldgefühle, vor denen ich schon gewarnt wurden war "Er sei schon unter Invoice Price", "Ich hab gesagt wenn er den Preis unterbietet hat er den Deal" etc. (Das nächste Mal werde ich eine andere Formulierung wählen, so etwas wie: dann kommen wir ins Gespraech). Nun ich liess mich also hinreißen. Vom Verstand her war es die richtige Entscheidung. Dealer 2 hatte einfach den besseren Deal gemacht, dazu noch 1. Ölwechsel und Tankfüllung umsonst. Das sind weitere ca. $80. Aber moralisch fühlte ich mich dem Dealer 1 doch irgendwie verpflichtet. Außerdem war mir gar nicht klar, ob hier eine mündliche Zusage nicht schon verbindlich ist, schließlich wollten die das Auto für mich reservieren. Ich rief also wieder bei der Empfangsdame an, meinte sie hätten sich einfach zu langsam entschieden und ich hätte in der Zwischenzeit noch ein bessere Angebot bekommen. Natürlich wollte sie mich mit meinem Salesguy verbinden, aber da legte ich dann in der Warteschleife einfach auf.  Dennoch wollte ich mich vergewissern, dass ich hier nicht am Ende mit 2 Autos da stehe. Doch wen fragen? Meine Arbeitskollegen. Leider ging niemand ran. Brenda vom Interkulturellen Training - auch keiner da. Die Dame vom Destination Service - nur die Mailbox. Ein letzter Versuch bei Brenda und  - gott sei Dank ihr Mann ging ran. Brenda beruhigte mich erstmal und meinte es sei ok. Erst wenn man etwas unterschreibt sei man daran gebunden. Aber auch nicht wirklich, denn bei Autos kann man vom Kaufvertrag so lang zurücktreten, bis man mit dem Auto das Autohaus verlässt. Erst dann geht nichts mehr. Dealer 1 wird mich noch eine Weile per Telefon nerven, aber irgendwann geben die auch auf. Beruhigt, aber doch irgendwie sehr unwohl machte ich mich auf den Weg zu Dealer 2. Ich hatte vorher schon drauf bestanden, dass er mir eine kurze Mail schreibt, um sein Angebot zu untermauern, und so erwartete mich nun auch keine böse Überraschung mehr. Abgesehen davon, dass er das Auto nur mit einem US Führerschein oder einer Pennsylvania ID zulassen kann. Die ich noch nicht habe....
Als ich am Abend wieder zu Hause ankam, war ich froh dass der Tag vorbei war. Ich war immernoch ganz aufgewühlt. Und das Fazit? Nun ich kann anscheinend sehr gut handeln, denn immerhin bin ich unter Invoice und sage und schreibe $250 unter dem besten Deal der in meiner Gegend zur Verfügung stand. Nur das schlechte Gewissen muss ich noch ablegen. Dennoch hoffe ich, dass das der erste und letzte Autokauf für mich in den USA war.

Freitag, 18. November 2011

Ring frei - der Autokauf geht in die zweite Runde

Schon unter der Woche hatten mich 2 der Dealer vom vorigen Wochenende belästigt. Aus diesem Grund gibt der gebürtige Ami wohl auch immer falsche Telefonnummer und Emailadresse an. Nun gut, das wusste ich damals noch nicht. Da einer der Dealer einen ganz guten Preis vorgeschlagen hatte, wollte ich zu diesem noch einmal hin und eine Probefahrt machen und die Verhandlungen starten. Als ich am Donnerstag zurückrief, hatte der Salesman gerade seinen freien Tag. Da mir egal war mit wem ich die Fahrt mache, wollte ich dennoch kommen. Und siehe da, keine 10 Minuten später rief mich der Salesman, der eigentlich seinen freien Tag hatte zurück. Er wollte extra in die Firma fahren und alles vorbereiten usw. Scheint als sei man hier wirklich hinter jedem Geschäft hinterher. Ich entschloss mich dennoch erst am Freitag wieder ins Autohaus zu fahren, schon allein um einen nicht zu dringenden Eindruck zu machen und den Preis am Ende noch etwas zu druecken.
Freitagabend war es also so weit. 2 Autos waren noch da mit der gewünschten Ausstattung. Ein blaues und ein graues. Zunächst machten wir  ca. 15 Minuten eine Probefahrt mit dem blauen. Da war ich dann aber doch nicht so sehr von der Farbe überzeugt, die war mir zu babyblau. Also noch mal eine Fahrt mit dem grauen, ein bisschen kritisieren, dass das Auto keine Regensensoren und Einparksensoren hat und dann ging die Verhandlung los. Da ich für den X Plan qualifiziert war und dieser Preis mir immer noch zu hoch war, versuchte ich es mit dem Studentenrabatt. Dieser konnte natürlich nicht mit dem X Plan kombiniert werden und ob ich mir denn sicher sei dass sie den Plan rausnehmen will. Klar, wenn das den Gesamtpreis niedriger macht, warum nicht. Bei der anschließenden Berechnung haben sie allerdings doch den Preis des X Planes als Basis genommen und dann die Rabatte einberechnet. Komisch, aber in meinem Interesse. Damit waren sie dann ca. $20 unter dem besten Preis den ich im Internet für dieses Auto gefunden hatte. Allerdings konnten sie mir nicht zusichern, dass Ford meinen deutschen Studentenausweis akzeptiert und sie wollten mich am Samstag informieren. 
So weit so gut, wenn das klappt werde ich das Auto nehmen, denn der Preis war super. 

Sonntag, 13. November 2011

How to: ...buy a car in the states

Ein kurzer Bericht über meine Wochenenderlebnisse. Nein, dieses Mal kein Reisebericht sondern über meinen Versuch ein Auto in den USA zu kaufen. Autos und USA - klar das passt zusammen und jeder wird sich denken: "Das ist doch sicher total easy". Nun, dieser Illusion gebe ich mich mittlerweile nicht mehr hin. Im Gegenteil, mit so vielen kleinen Details die zu beachten sind, hätte ich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo wirklich fast jeder ein Auto besitzt, nicht gerechnet.
Vom Destination Service hatte ich bereits eine Mappe mit wichtigen Links erhalten, wo u.a. für den Autokauf auch die Seite von Kelly Blue Book gelistet ist. Typisch deutsch orientierte ich mich dort an den Autos mit dem besten Verbrauch und entschied: ein Ford Focus mit Hatchback (Fließheck) soll es werden, denn dort gefiel mir auch die Ausstattung. Einen Termin für eine Probefahrt am Samstag machte ich auch gleich über diese Seite aus. Der Samstag scheint an sich ein sehr beliebter Tag für Familien zu sein, um eine Probefahrt zu machen, denn alle Autohäuser waren gut besucht. Mein Plan war es nur einmal eine Probefahrt zu machen, aber in ca. 3 Autohäusern einen Kostenvoranschlag zu verlangen. 
Bei meiner Tour durch die Autohäuser (eigentlich waren es mehr Autohöfe) überlegte ich kurz ob ich nicht treffenderweise lieber dieses Auto kaufen sollte - das war mir dann aber doch eine Nummer zu groß ;) 
Kaufen könnte ich ein Auto momentan sowieso noch nicht, da man zunächst eine Versicherung benötigt. Für diese wiederum braucht man einen US-amerikanischen Führerschein, denn nur einige wenige Versicherungen akzeptieren den ausländischen Führerschein und versichern dich zu horrenden Preisen. Um jedoch einen Führerschein in den USA zu bekommen muss man entweder den Führerschein neu machen (was hauptsächlich Zeit kostet und nur $35) oder aber man muss diesen umschreiben lassen. Für beide Varianten wiederum benötigt man die so genannte "Proof of Residency" bestehend aus 2 unterschiedlichen Dokumenten (Mietvertrag, Stromabrechnung, Tax Statements) die bestätigen, dass man wirklich hier in Pennsylvania lebt. Da ich allerdings noch in meiner Übergangswohnung lebe, habe ich das natürlich nicht. Gleichzeitig wird jedoch verlangt, dass man innerhalb der ersten zwei Monate seinen amerikanischen Führerschein beantragt. Hier beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz. 
Aber immerhin hatte ich am Abend 3 Angebote, natürlich alle mit unterschiedlichen Preisen trotz gleicher Ausstattung. Hier in den USA wird erwartet, dass man beim Autokauf handelt und dabei sollte man sich am sogenannten Invoice Price (Preis den der Dealer dem Hersteller zahlt) orientieren. Zumindest mit einem Angebot bin ich da schon sehr nah dran. Und da mir bestätigt wurde, dass die Angebote noch die nächsten 4 Wochen gelten, habe ich dann schon einmal einen guten Ausgangspunkt. Nun muss ich mich aber erstmal um die Führerscheinangelegenheit kümmern.
Einer der Autoverkäufer meinte übrigens ich hätte diesen netten Boston Dialekt - wo ich denn den her hätte. Das ist schon verwunderlich, denn als ich vor 5 Jahren das erste Mal in Boston war, habe ich die Leute dort noch nicht mal verstanden.

Donnerstag, 10. November 2011

How to: ...Wash your clothes

Eigentlich sollte das ja kein Problem sein, so denkt man sich. Aber schon beim ersten Blick auf die Waschmaschine sah ich ein großes Fragezeichen über mir schweben. Grund war der rechte Schalter:
Kalt/Kalt, Warm/Kalt, Heiß/Kalt - was soll das denn?

Sehnsüchtig wurden in mir schon die Erinnerungen an die damalige Waschmaschine meiner Landlords wach: diese hatte ein Touchpad auf dem ich nur die Art der Kleidung auswählen musste, die Einstellung an sich übernahm der Computer.

Aber nachdem ich den Deckel gelüftet hatte, lüftete sich auch das Geheimnis dahinter. Eine riesige Erklärung erschien: Waschen und Spülen. Hätte man in zwei kleinen Worten auch draußen dran schreiben können. Nun gut. Einen Einschub für Waschmittel gibt es auch nicht, d.h. alles rein und dann einfach drüber schütten. So kann es entweder sein, dass ich Flecken davontrage wenn es zu konzentriert auf einer Stelle aufschlägt, oder aber es läuft gleich alles durch eines der am Boden befindlichen Löcher. Aber eine Wahl habe ich ja sowieso nicht.
Interessant ist auch, dass auf Handtücher die Gradzahl in °C angeben und nicht in Fahrenheit (und die Handtücher werden angeblich in der Nähe hergestellt)