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Samstag, 3. November 2012

The Bates Motel: Gruseln inklusive

Obwohl Halloween schon hinter uns liegt gibt es noch die ein oder andere Attraktion die Grusel-Features anbieten. Eines davon ist das sogenannte "Bates Motel" (nein nicht das Original von Hitchcock) in Glen Mills, PA. Mit einem Combo-Ticket bekamen wir zum Glück keine Übernachtung in diesem Motel sondern einen Haunted Hayride, eine Haunted Corn Maze und einen Besuch im Bates Motel. Obwohl es abends bereits ziemlich kalt ist, fanden sich auch an diesem Novemberabend noch viele Besucher ein.  In allen drei Stationen erwarteten uns furchterregende Szenen mit gruseligen Puppen, Schlachbänken, etc. Wir begannen mit dem Haunted Hayride. Bei der gruseligen Heuwagenfahrt ging es durch Burgattrappen hindurch in den dunklen und von Zombies und anderen fruchterregenden Kreaturen bewohnten Wald. Durch verschiedene Kulissen ging es hindurch wie beispielsweise einer verlassenen Stadt, einen Friedhof, einem Zeltplatz, einem Minenschacht, eine Irrenanstalt - oder doch ein Krankenhaus? - so wirklich konnte man den Unterschied nicht sehen. Aus dem Dunklen sprangen entlaufene Irrenanstalt Insassen oder Typen mit einer Motorsäge (nicht nur die Geräusche sondern auch der Geruch war täuschend echt) oder Axt und bedrohten die Passagiere des Heuwagens. Anders als im Eastern State Penitentiary fassten die Schauspieler hier die Besucher an: und so ein unerwarteter leichter Griff an den Nacken kann einen schön überraschen. In unserem Wagen saß auch ein Teenager, der sich super leicht erschrecken lies und jedesmal nur so kreischte oder um sich strampelte. Das war teilweise schon witzig anzusehen. Als nächstes ging es in das Maislabyrinth. Hier war es besonders gemein, dass der Wind das vertrockenete Mais ständig rascheln ließ, so dass wir nicht merkten wenn sich uns einer der Schauspieler aus dem dunklen Feld näherte. Verschiedenste Stationen mussten auch hier durchlaufen werden. In einem alten Bus waren zum Beispiel mehrere Schauspieler, die bei uns nicht wirklich was machten und seitlich halb über dem Ausgang des Busses war eine weitere Puppe. Daniel huschte einfach schnell unter dieser hindurch. Ich war mir noch nicht ganz sicher ob diese Gestalt wirklich echt war, denn die Position ohne weitere Regung so lang auszuhalten war mir zu suspekt und genau in dem Moment als ich beschlossen hatte: "Das muss eine Puppe sein", sprang diese genau vor meine Füße - wusste ich's doch. Letzte Station war das Motel selbst. Hier lief noch eine andere Gruppe mit uns mit, die wirklich teilweise kreichten. Besonders beeindruckend fand ich einen übergroßen Zombie, der den Eindruck machte er sei eine elektrische Puppe. Doch gerade als er seine elektronisch abgespielte Rede beendet hatte, löste sich der Rest des Körpers vom Kopf und kam auf uns zu geschritten. Hinter jeder Tür oder manchmal auch Ecke, wie ich feststellen musste als mich plötzlich eine Hand an der Wand packte, könnten Puppen plötzlich lebendig werden und einen erschrecken. Schlag auf Schlag lehrte man uns das Fürchten und wir verbrachten so ca. 1.5 Stunden auf dem Gelände. Wie man dieses Gelände allerdings einer FSK8 verpassen kann ist mir nicht ganz klar, denn manch jüngere Kinder verkrafteten das offensichtlich nicht so einfach.

Samstag, 22. September 2012

Morris Arboretum und Harvest Fest


Das erste Herbstwochenende wurde mit 28°C sehr warm eingeläutet. Deshalb beschloss ich in das nahegelegene Morris Arboretum der University of Pennsylvania zu fahren. Neben einem Rosengarten, Schwanensee, Englischem Garten und Japanischem Wassergarten, wurden u.a. in 10m Höhe Netze gespannt in die man sich legen kann und die Welt aus der Vogelperspektive beobachten kann. Nette Idee. 

Am Nachmittag machte ich mich dann auf nach Media, PA für eine Fototour. Hier findet das Linvilla Harvest Fest statt und schon von weitem leuchteten mir die organgenen Kürbisse entgegen. Gänsekürbisse, Erdnuss-Kürbisse (da sie aussehen als hätten sie Erdnussschalen auf der Kürbisaußenfläche), Schlangenkürbisse usw. Auch wenn Thanksgiving erst in knapp 2 Monaten ist, fiebern die Amerikaner schon darauf hin. Das ist das nächste große Highlight des Jahren.  Und auch für mich haben sich heute einige schöne Fotomotive ergeben.

Montag, 10. September 2012

Jubiläum

Eigentlich war es ein ganz normaler Arbeitstag. Wir hatten wie immer Teammeeting. Da nur meine Chefin und ich in Malvern arbeiten, sind die anderen beiden Teammitglieder nur per Telefon zu bescheiden. Gegen Ende des Meetings verkündetet dann meine Chefin, dass sie mir noch etwas überreichen müsste. Zunächst wusste ich nicht zurecht worauf sie den hinaus will. Sie zuckte eine braune Mappe und gratulierte mir zu meinem fünfjährigen Dienstjubiläum welches am 1. Oktober ist. Ich war wirklich sehr überrascht. Zumal ich weiß, dass man in Deutschland nicht mal die Hand geschüttelt bekommt und bis zum 25. warten muss. Da klappte meinen Kollegen regelrecht die Kinnlade herunter. Das wäre hier in einer Kultur, wo man regelmäßig Dankesemail im Geschäftsleben und Dankeskarten im Privatleben versendet unvorstellbar. Die Mitarbeiter würden an sich selbst zweifeln ob sie denn etwas verkehrt machen wenn nicht ab und zu mal eine Thank You, Good Job oder ähnliches in ihre Richtung wandert. 
Als hätte die Urkunde nicht schon meine Erwartungen übertroffen, darf ich mir auch noch eine kleine Aufmerksamkeit auf einer eigens dafür vorgesehenen Internetseite aussuchen. Meine Chefin erzählte mir, dass sie sich zu ihrem 25. Jubiläum einen BBQ Grill ausgesucht hat. Mal sehen was ich finde, denn Sperriges oder Elektronisches möchte ich vermeiden. Schließlich muss das Ganze hier irgendwann mal wieder zurück nach Deutschland.
Da habe ich ja wirklich Glück gehabt, dass ich genau zu meinem fünfjährigen Siemens Geburtstag hier in den USA bin.

Sonntag, 9. September 2012

Pennsylvania Renaissance Faire

Um 11 Uhr öffnen sich die Tore der Pennsylvania Renaissance Fair. In Deutschland würden wir es als Mittelaltermarkt/-fest bezeichnen. Das bunte Treiben findet jedes Jahr in Manheim, PA statt, welches übrigens in der Nähe von Libanon (Lebanon) liegt. Bereits am Eingang wurden wir von einem Schausteller begrüßt - und das auf Deutsch, da er uns wohl untereinander reden gehört hat. Er erzählte uns dass er jedes Jahr auf einem Mittelaltermarkt in einem kleinen Dorf Nahe Regensburg auftritt.


Da es morgens noch nicht so voll ist, beschlossen wir als erstes die Spiele auszuprobieren. Nach dem man also noch einmal extra Marken käuflich erworben hat konnte man Messer werfen, Bogenschießen, Steinschleuderschießen, Armbrust schießen, Hau den Lukas etc. machen. Ich entschied mich für Messerwerfen. Gar nicht so einfach das Messer so zu werfen, dass es dann auch in der Wand stecken bleibt. Als nächstes war Bogenschießen dran. Auch schwerer als ich erwartet hätte. Das Problem hierbei ist nicht nur das Zielen sondern als weitere Variable kommt hier noch das Spannen des Bogens hinzu. Je weiter man spannt, desto mehr Kraft hat der Pfeil und desto gerader fliegt er. Letzter Versuch war die Armbrust. Da ist wenigstens die Kraft mit der der Pfeil abgeschleudert wird immer gleich und ich musste nur zielen. Da schaffte ich es dann auch den angemalten Drachen an der Wand zu erledigen. 
Nach dieser Sporteinlage schauten wir uns in der kleinen mittelalterlichen Stadt um. Neben einem Ritterkampf sahen wir auch eine Schlammschlacht und ein menschliches Schachspiel und verschiedene Gaukler die jonglierte und anderweitig die Zuschauer unterhielten. Als dann am späten Nachmittag die Wolken aufzogen und es anfing zu regnen machten wir uns wieder auf den Rückweg. Aber nach immerhin 5 Stunden hatten wir sowieso fast alles gesehen.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Independence Day Parade


Der Unabhängigkeitstag ist einer der offiziellen Feiertage hier in den USA. Viele nutzen die Woche, um ihren Sommerurlaub zu nehmen und demzufolge ist es auch weniger stressig auf Arbeit.
Am Mittwoch Morgen machten wir uns auf den Weg nach Philadelphia, wo am Vormittag die Parade stattfindet. Zuschauen in den Farben und Stars und Stripes der Flagge gekleidet, oder mit entsprechend farbigem Hut oder auch einfach nur mit kleiner Fahne in der Hand, hatten bereits die Stadt bevölkert. 
Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen am Straßenrand und harrten des Umzuges der da kommen mag. Begonnen wurde der Umzug mit Benjamin Franklin als einem der berühmtesten Bewohner der Stadt und Betsy Ross in einer Kutsche. Anschließend folgten Fanfaren Züge, Dudelsack Bläser und ein paar Tanzgruppen, denen die Hitze wirklich zu schaffen machte. Zwischendrin waren immer ein paar Polizei Biker, Polizei Autos, Feuerwehrautos oder Krankenwagen - aber nicht um die Sicherheit zu gewährleisten sondern als Teil des Umzugs. Im Wagen vorneweg versuchte also eine junge Sängerin ihr Bestes ein Lied zum Besten zu geben und direkt dahinter musste die Polizei natürlich ihre Sirene zur Geltung bringen. Etwas ungünstig angeordnet das Ganze, abgesehen davon verbindet man mit Sirenenklang ja nun auch nicht gerade das freudigste Ereignis. Augelockert wurde das ganze dann durch die ein oder andere Truppe der Army die im Gleichschritt vorbeimarschierten und sich bejubeln ließen.
Auch die Beste Lehrerin oder der beste Lehrer des Staates wurde in einem Cabrio durch die Stadt gefahren und die Philippinos bekundeten ihre Freundschaft zu Philadelphia. Warum ging nicht so ganz hervor, vielleicht aufgrund des gemeinsamen Wortstammes Phil?
Nach nicht ganz einer Stunde war der Umzug vorbei und ich muss sagen, dass ich mehr erwartet hatte. Ich hatte gehofft das man etwas mehr die Geschichte der Stadt mit den Umzugswagen repräsentiert, den schließlich ist keine andere Stadt so mit der Unabhängigkeit des Landes verbunden wie Philadelphia. Letztendlich bestand der Umzug doch mehr aus Feuerwehrautos, Polizisten und Soldaten...


Eigentlich hatte ich mir vorgenommen noch in der Stadt zu bleiben bis am Abend gegen 10.30Uhr das große Feuerwerk hinter dem Museum of Art los geht. 
Also machte ich mich auf den Weg zur Festmeile auf dem Benjamin Franklin Parkway. Showbühnen, Aktionsstände und Firmen die kostenlos Eistee ausgaben, Mützen, Frisbeescheiben, Trinkbecker und vieles mehr. Nachdem ich die Meile einmal abgelaufen bin, war ich allerdings auch schon komplett durchgeschwitzt und es war noch nicht einmal 17 Uhr. Noch weitere 5h bei der Hitze warten auf das große Feuerwerk? Im Internet hatte ich bereits gelesen dass man für gute Plätze zum Fotografieren schon einige Stunden vorher Stellung einnehmen sollte. Das war mir dann doch etwas zu anstrengend und ich beschloss den nächsten Zug nach Wayne zurückzunehmen.
Ein Feuerwerk hatte ich dennoch: im nahegelegenen Wilson Farm Park spielte eine kleine live Band und nach Einbruch der Dunkelheit fand auch hier ein ca. 10minuetiges tolles Feuerwerk statt.
Beim Nachhausefahren sollte ich dann einmal mehr Glück haben. Die hunderte Menschen die dem Feuerwerk beigewohnt hatten fuhren nun natürlich alle zur gleichen Zeit wieder von den vielen Parkplätzen herunter. Und obwohl es ausreichend Verkehrspolizisten gab die den Verkehr regeln sollten wurden wir ersten in die entgegengesetzte Richtung geschickt und mussten dann alle eine Schleife fahren. Das allein wäre ja noch erträglich, aber es gab doch immer wieder Fahrer, die sich mit ihrem Auto versuchten reinzudrängeln und dann gleich beide Fahrtrichtungen versperrten. Nett wie ich bin ließ ich einen solchen Fahrer vor mir in die Schlange und das sollte mein Glück sein. Keine 5 Minuten später fährt dieser doch seinem Vordermann hinten auf, dieser wiederum seinem Vordermann usw. Mit ca. 55 Minuten Verspätung kam ich also zu Hause gerade noch rechtzeitig an, um mir das Feuerwerk in Philadelphia im Fernsehen anzuschauen (das hatte übrigens auch 40 Minuten Verspätung - nur gut dass ich nicht in der Stadt geblieben bin). 

Freitag, 2. März 2012

76ers vx. Golden State Warriors

Heute Abend stand das erste Sportevent auf dem Plan - natürlich nur als Zuschauer. Wir fanden uns ca. 45 Minuten vor Spielbeginn im Wells Fargo Center in Philadelphia ein, denn wir planten ganz amerikanisch und vor Spielbeginn mit Essen zu versorgen. Bereits am Eingang bekamen wir einen kleinen Bauklotz überreicht. Wir fragten uns schon was das soll, doch des Rätsels Lösung stand auf der Rückseite des dazugehörigen Papiers. Genau heute vor 50 warf Wilt Chamberlain (Philadelphia Warriors) die legendären und bis heute ungeschlagenen 100 Punkte in nur einem einzigen Spiel. Und der kleine Bauklotz den jeder in seinen Händen hielt ist ein Teil des damaligen Parketts aus dem Hershey Stadion auf dem das Spiel stattfand. Das Preis-Leistungsverhältnis war jedoch durchweg einfach schlecht. Nachdem obligatorisch die Nationalhymne erklungen war, ging es auch schon los.
Das Spiel an sich war interessant, aber auch die Atmosphäre drumherum war sehr interessant. Permanent standen Leute auf, holten sich während des Spieles Essen, die Anzeigetafel zeigte noch Filmausschnitte und auf dem Parkett wurde ganz unspektakulär schon wieder mit dem nächsten Viertel begonnen und zwischenrein wedelten die Cheerleader, tanzten Kinder auf dem Spielfeld oder wurden T-Shirts in die Menge geschossen. Die Halbzeitshow bestand natürlich aus der Würdigung Wilt Chamberlains, zu dessen Ehren seine Schwestern, der damalige Radiokommentator und anscheinend sämtliche Eigentümer der 76ers erschienen waren.  Nach dem Ende des 3. Viertels leerte sich dann auch schon das Stadion. Anscheinend hat es der Amerikaner recht eilig, wieder der erste am Auto zu sein, um nicht mit allen anderen im Stau beim Verlassen des Parkplatzes zu enden. Warum ich dann allerdings überhaupt die Tickets zahle wenn ich nur 3/4 nutze, ist mir etwas unklar. Das letzte Viertel fand ich nämlich am spannendsten.
Die 76ers setzten sich von den Warriors ab und schafften es sogar noch die 100 Punktemarke zu knacken. Mit 105:83 ging das Spiel dann zu Ende. Sportlich gesehen ein recht unspektakuläres Ende: während Kanonen Konfetti in die Luft schossen und die Siegesmusik für die 76ers erklang waren die Spieler schon verschwunden. Dann machten auch wir uns wieder auf den Rückweg und waren kurz vor 0:00 Uhr wieder zu Hause.    

Dienstag, 14. Februar 2012

Valentin's Day Party

Im Februar scheint sich alles nur um einen einzigen Tag zu drehen: den Valentinstag. Schon Tage im voraus sind die Restaurants ausgebucht und Geschenke und Süßigkeiten tauchen in den Geschäften auf.
Doch als ich heut Mittag in den Supermarkt ging, musste ich feststellen, dass dies tatsächlich noch getoppt werden kann. Der Parkplatz war bereits ungewöhnlich gefüllt und die meisten Menschen die ich sah liefen mit Blumensträußen herum. Doch im Supermarkt selbst übertraf man all meine Vorstellungskraft: und zwar mit unübersehbaren Ständen direkt im Eingang mit riesigen Luftballons, Blumenständen mit 5 Angestellten, einer Dame die Erdbeeren mit Schokolade überzog und überhaupt sah man überall nur rot...oder rosa. Noch ein bisschen länger und ich hätte Zweifel an meinem Augenlicht gehabt.
Am Abend fand dann bei uns zu Hause eine große Valentinstagsparty statt. Meine beiden Mitbewohner hatten ihre Komilitonen zu einer Potluck-Party eingeladen. Unsere Einfahrt wurde mit Teelichter in Tüten beleuchtet, die Eingangstür mit Herzen geschmückt und dann konnte es los gehen. Wie in den USA jedoch üblich dauerte die Party nicht allzulang (durchschnittliche Bleibedauer ist nach Studien 2.5h-3h). Nach 2.5 Stunden verließen die ersten das Haus und spätestens nach 3.5 Stunden waren dann alle wieder weg.
So und nun: Back to normality. 

Donnerstag, 24. November 2011

Thanksgiving - Food, Family, Football...und Left-overs

Gestern Abend hatte ich Jan vom Flughafen in Newark abgeholt. Leider hatte er 1 Stunde Verspätung, so dass wir erst gegen Mitternacht wieder zu Hause waren. Heute morgen hieß es dann erstmal ausschlafen. Obwohl das bei der Zeitverschiebung auch nicht so klappte. Am Vormittag planten wir unseren morgigen Thanksgiving Ausflug (schließlich ist das die einzige Zeit wo ich mal 4 Tage hintereinander frei habe). 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Haus meiner Chefin, denn wir waren zum Thanksgiving Dinner eingeladen. Schwester mit Familie, Mann und Tochter mit Freund waren auch dabei. Die Themen waren quer durch von meinem Autokauf, über die Tätigkeit der Schwester als Sozialarbeiterin an einer Schule, die deutsche Abstammung des Mannes etc. Gegen 17 Uhr gab es dann die Hauptmahlzeit den Turkey mit allerlei Beilagen. In unserem Fall war der Truthahn nicht gefüllte, sondern das Stuffing gab es als Beilage. Kartoffelbrei mit Sour Creme, Kasserole mit Möhren, Bohnen, etc  Schmeckte alles sehr gut, war aber auch sehr reichlich gekocht. Dann wurde erstmal pausiert und nebenbei Football geschaut. Das ist wohl auch sehr üblich. Nicht dass es der Super Bowl gewesen wäre aber in den USA gehört das wohl dazu - auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass die ersten Einwohner, die Thanksgiving feierten, definitiv nicht Football geschaut haben. Nach einer Stunde ging es mit dem Dessert weiter. Chocolate Cheesecake, Banana Cheese Cream Kuchen, Kürbiscremerolle und Minzplaettchen die für amerikansiche Verhältnisse sehr gut schmeckten. Sie waren allerdings auch von Trader Joe's und als ich berichtete dass dieser auch den Aldi Brüdern gehörte, war man schon fast geschockt ;)
Eine halbe Stunde nach dem Dessert machten wir uns auf den Heimweg. Natürlich nicht ohne zumindest noch ein Stück vom Dessert mitzubekommen. Denn was wir heute gelernt haben ist: Thanksgiving is all about the food...and the left-overs. Außerdem haben wir erfahren wie es zu dem Namen "Black Friday" fuer den darauffolgenden Tag kam. Das hat weniger mit dem Schwarzen Freitag aus den 20ern zu tun. Viel mehr erlebten die Geschäfte früher nach dem Sommer einen Einbruch an Verkaufszahlen und landeten oftmals in den roten Zahlen. Nach Thanksgiving, also beginnend am Freitag, starteten die Weihnachtseinkäufe und die Geschäfte schrieben endlich wieder schwarze Zahlen.