Dienstag, 28. Mai 2013

Antelope Canyon & Valley of the Gods

Nachdem wir für den Antelope Canyon extra unsere Reiseroute umgestellt hatten, waren wir natürlich sehr gespannt was uns heute dort erwartet. 9:30 fanden wir uns also beim Tourstart in Page ein. Nur die Indianer dürfen Touren in den Canyon anbieten, als Privatperson kommt man sonst nicht dort hinein. Das kleine Büro in Page quoll schon fast über vor Menschen die Tickets reserviert hatten und sich anmeldeten. Dann wurde draußen gewartet, denn hier sollte die Verteilung auf die Jeeps erfolgen, die uns zum Canyon außerhalb der Stadt bringen. Ich muss schon sagen, dass hier ein ganz schönder Kommandoton vorherrschte. Nach Anzahl der Personen einer Gruppe wurde hier aufgerufen, wer nicht sofort reagierte hatte Pech und wurde aufgeteilt auf verschiedene Jeeps. Ca. 15 Minuten vor Page befindet sich dann der Eingang in die Schlucht. Unser Guide führte uns hinein und erzählte uns an den wichtigsten Stellen was es zu sehen gab. Auch wenn wir nicht die Fototour gebucht hatten, gab er uns einige hilfreiche Tipps wie wir die besten Fotos aufnehmen sollen. Den berühmten Lichtstrahl den man auf Fotos immer sieht und für den der Canyon so bekannt ist, sahen wir natürlich nicht. Dafür waren wir zu früh im Canyon. Aber auch ohne diesen Lichtstrahl war es faszinierend den Navajo-Sandstein zu betrachten, der wirklich aus jedem Blickwinkel anders wirkte. 
Einige Formationen wie ein Herz, einen Schmetterling oder das Monument Valley bei Sonnenaufgang konnten wir erkennen. Leider war die ganze Führung eine ziemliche Hetze. Vorneweg unser Guide der uns immer weiterzog und hinter uns kamen andere Gruppen, deren Guides uns weiterscheuchten. Wir hatten keine ruhige Minute im Canyon. Am anderen Ende angekommen hatten wir 15 Minuten, um auf eigene Faust den Canyon wieder zurück zum Jeep zu laufen. Wir kämpften uns also gegen den Touristenstrom wieder dem Ausgang zu. Scheinbar gibt es 2 Tourveranstalter die jeweils mit mindestens 10 Jeeps zur gleichen Zeit ankommen, jeder Jeep hat dann nochmal 8-10 Personen...man kann sich vorstellen was für ein Getümmel es im Canyon ist. Aber das haben wir vorher gewusst und wir haben uns dennoch entschieden den Canyon zu besichtigen. 
Wieder zurück in Page setzten wir unsere Reise im eigenen Auto fort. Vorbei am Monument Valley ging es in das Valley of Gods. Ein 27km langer Schotterweg führt durch das Tal, bei dem man ebenfalls schöne Sandsteinformationen bewundern kann. Noch dazu findet man hier das Gegenteil vom Antelope Canyon: Weite, Stille und keine Menschen. 
Nach einem kurzen Abstecher zum Gooseneck Statepark ging es weiter ging es eine kurvenreiche steile und noch dazu Schotterstraße hinauf auf ein Plateau. Da es mittlerweile doch schon recht spät geworden war, stellte sich uns die Frage wo wir übernachten werden und das war in der Tat nicht so einfach. Die nächste Stadt lag ca. 30 Autominuten in der entgegengesetzten Richtung, schien jedoch die einzige Möglichkeit zu sein. Ein kleines Örtchen names Blanding war es, kaum 3000 Einwohner und wirklich nichts weiter los. Ein Drive-Through für Fast Food, ein Cafe welches bereits geschlossen hatte und ein Restaurant. Uns verschlug es in das Restaurant genannt Oldtymer und ich hatte den Eindruck, dass sich hier die Highschool Absolventen von 2012 zusammengetan hatten und diesen Laden schmissen. Das italienische Essen war gut wenn auch nicht überragend und die Kundschaft? Ich glaub da hat sich die Stadt zusammengetan und ausgelost wer an welchem Abend der Woche das Restaurant zu besuchen hat, damit überhaupt etwas los ist.


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