Sonntag, 13. November 2011

How to: ...buy a car in the states

Ein kurzer Bericht über meine Wochenenderlebnisse. Nein, dieses Mal kein Reisebericht sondern über meinen Versuch ein Auto in den USA zu kaufen. Autos und USA - klar das passt zusammen und jeder wird sich denken: "Das ist doch sicher total easy". Nun, dieser Illusion gebe ich mich mittlerweile nicht mehr hin. Im Gegenteil, mit so vielen kleinen Details die zu beachten sind, hätte ich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo wirklich fast jeder ein Auto besitzt, nicht gerechnet.
Vom Destination Service hatte ich bereits eine Mappe mit wichtigen Links erhalten, wo u.a. für den Autokauf auch die Seite von Kelly Blue Book gelistet ist. Typisch deutsch orientierte ich mich dort an den Autos mit dem besten Verbrauch und entschied: ein Ford Focus mit Hatchback (Fließheck) soll es werden, denn dort gefiel mir auch die Ausstattung. Einen Termin für eine Probefahrt am Samstag machte ich auch gleich über diese Seite aus. Der Samstag scheint an sich ein sehr beliebter Tag für Familien zu sein, um eine Probefahrt zu machen, denn alle Autohäuser waren gut besucht. Mein Plan war es nur einmal eine Probefahrt zu machen, aber in ca. 3 Autohäusern einen Kostenvoranschlag zu verlangen. 
Bei meiner Tour durch die Autohäuser (eigentlich waren es mehr Autohöfe) überlegte ich kurz ob ich nicht treffenderweise lieber dieses Auto kaufen sollte - das war mir dann aber doch eine Nummer zu groß ;) 
Kaufen könnte ich ein Auto momentan sowieso noch nicht, da man zunächst eine Versicherung benötigt. Für diese wiederum braucht man einen US-amerikanischen Führerschein, denn nur einige wenige Versicherungen akzeptieren den ausländischen Führerschein und versichern dich zu horrenden Preisen. Um jedoch einen Führerschein in den USA zu bekommen muss man entweder den Führerschein neu machen (was hauptsächlich Zeit kostet und nur $35) oder aber man muss diesen umschreiben lassen. Für beide Varianten wiederum benötigt man die so genannte "Proof of Residency" bestehend aus 2 unterschiedlichen Dokumenten (Mietvertrag, Stromabrechnung, Tax Statements) die bestätigen, dass man wirklich hier in Pennsylvania lebt. Da ich allerdings noch in meiner Übergangswohnung lebe, habe ich das natürlich nicht. Gleichzeitig wird jedoch verlangt, dass man innerhalb der ersten zwei Monate seinen amerikanischen Führerschein beantragt. Hier beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz. 
Aber immerhin hatte ich am Abend 3 Angebote, natürlich alle mit unterschiedlichen Preisen trotz gleicher Ausstattung. Hier in den USA wird erwartet, dass man beim Autokauf handelt und dabei sollte man sich am sogenannten Invoice Price (Preis den der Dealer dem Hersteller zahlt) orientieren. Zumindest mit einem Angebot bin ich da schon sehr nah dran. Und da mir bestätigt wurde, dass die Angebote noch die nächsten 4 Wochen gelten, habe ich dann schon einmal einen guten Ausgangspunkt. Nun muss ich mich aber erstmal um die Führerscheinangelegenheit kümmern.
Einer der Autoverkäufer meinte übrigens ich hätte diesen netten Boston Dialekt - wo ich denn den her hätte. Das ist schon verwunderlich, denn als ich vor 5 Jahren das erste Mal in Boston war, habe ich die Leute dort noch nicht mal verstanden.

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