Samstag, 14. Januar 2012

Couponing

Und ich habe mal wieder einen neuen US-Sport entdeckt: Couponing.
Als ich gestern unsere Küche betrat, wurde ich von einer Unmenge an Einkaufstüten erschlagen. Meine Mitbewohnerin ist aus ihren Weihnachtsferien zurückgekehrt und hat den freien Tag genutzt, um ihre vielen, über Weihnachten gesammelten Coupons in Produkte umzuwandeln. Von Coupons haben wir ja alle schon einmal gehört, doch hier in den USA hat der Coupon eine viel größere Bedeutung als bei uns in Deutschland. Überall kann man sie finden: an der Supermarktkasse, in Zeitungen, Zeitschriften, auf der Innenseite von Produktverpackungen und im Zeitalter des Internets natürlich auch online. Sonya präsentierte mir ihre gesamten Coupons: ein Stapel den man durchaus in einem Ordner hätte abheften können. Es gibt Herstellercoupons die man überall da einlösen kann, wo es das Produkt zu kaufen gibt,  oder sogenannte Store-Coupons die wirklich nur bei der Kette/ dem Laden eingelöst werden können. Außerdem muss man genau lesen: einige gelten nur wenn man eine bestimmte Anzahl des Produktes kauft und natürlich haben alle ein Ablaufdatum. Sonya erklärt mir auch das ACME (ähnlich wie Kaufland aber nur hier im Nordosten der USA zu finden) die Coupons <$1 verdoppelt. Deshalb sind die 75ct Coupons die wertvollsten, da sie bei ACME $1.50 Rabatt bedeuten. Ich durfte mir aus dem Stapel welche aussuchen und habe nun heute das erste mal ge-coupont und siehe da, die Supermarktkasse hat alles richtig berechnet.
Im Internet findet man auch diverse Videos über Extreme Couponing wo Leute bestimmte Produkte für über $800 einkaufen und nach Vorlage von hunderten Coupons am Ende sogar noch ausbezahlt werden. Allerdings haben die auch den ganzen Keller voller Produkte - denn oftmals müssen dann eben 10 Waschmittelpackungen gekauften werden oder 10x Katzenfutter u.s.w.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen