Mittwoch, 29. Mai 2013

Natural Bridges & Canyonlands National Park

Um in den Natural Bridges Nationalpark zu kommen, mussten wir zunächst wieder 30 Minuten in die andere Richtung fahren. Der Park lässt sich gut mit dem Auto erkunden und an den jeweiligen Brücken gibt es kürzere oder längere Trails die man zu Fuß bis zur Brücke oder unter die Brücke laufen kann. Wir machten nicht alle Trails sondern nur ein paar die interessant klangen und wo wir teilweise über Leitern einige Höhenunterschied überwinden mussten.
Durch Blanding ging es dann wieder durch Richtung Norden. Hier führen wir ca. 1h30m in den Canonlands Nationalpark hinein und wir kamen am Newspaper Rock vorbei. Spaßiger Name aber betrachtet man die damaligen Umstände macht das durchaus Sinn. Denn diese sogenannten Petroglyphen, Hyroglyphen die in Steinen eingeritzt sind, waren früher das Mittel zur Kommunikation. Im südlichen Teil befinden sich die sogenannten Needles, die dem Bryce Canyon sehr ähneln. Auch dieser Park lässt sich gut mit dem Auto erkunden, so dass wir wieder nur einige kürzere Wanderungen u.a. zu einer alten Cowboybehausung machten. Auf dem Rückweg zum Highway sahen wir dann noch viele kleine, süße Präriehunde.
Übernachten werden wir heute in Moab, einem schönen kleinen Touristenstädtchen welches sich noch etwas vom einstigen Wild West Flair erhalten hat. Nach dem Abendessen wollten wir noch in eine Bar und wir entschieden uns für eine mit Live Musik. Als wir unsere Cocktails dann orderten erlebten wir eine Überraschung: wir mussten noch etwas zum Essen bestellen, denn das ist hier in Utah wohl Gesetz wenn man Alkohol trinken möchte. Nach kurzer Verwirrtheit,  denn gegessen hatten wir schließlich schon, bestellten wir dann das billigste: Salsa und Chips. Neben uns saßen ein paar Biker aus California,  die sich über dieses Gesetz genauso wunderten und lustig machten und zu 8 an einer Schale Eis aßen.  Das war schon ein witziges Bild, die harten Biker und dann ihre Kugel Eis. Dafür war die Musik gut und je später es wurde desto mehr Einheimische gesellten sich zu uns. Aber spätestens um 23Uhr scheint hier in Utah wohl Schicht im Schacht zu sein.



Dienstag, 28. Mai 2013

Antelope Canyon & Valley of the Gods

Nachdem wir für den Antelope Canyon extra unsere Reiseroute umgestellt hatten, waren wir natürlich sehr gespannt was uns heute dort erwartet. 9:30 fanden wir uns also beim Tourstart in Page ein. Nur die Indianer dürfen Touren in den Canyon anbieten, als Privatperson kommt man sonst nicht dort hinein. Das kleine Büro in Page quoll schon fast über vor Menschen die Tickets reserviert hatten und sich anmeldeten. Dann wurde draußen gewartet, denn hier sollte die Verteilung auf die Jeeps erfolgen, die uns zum Canyon außerhalb der Stadt bringen. Ich muss schon sagen, dass hier ein ganz schönder Kommandoton vorherrschte. Nach Anzahl der Personen einer Gruppe wurde hier aufgerufen, wer nicht sofort reagierte hatte Pech und wurde aufgeteilt auf verschiedene Jeeps. Ca. 15 Minuten vor Page befindet sich dann der Eingang in die Schlucht. Unser Guide führte uns hinein und erzählte uns an den wichtigsten Stellen was es zu sehen gab. Auch wenn wir nicht die Fototour gebucht hatten, gab er uns einige hilfreiche Tipps wie wir die besten Fotos aufnehmen sollen. Den berühmten Lichtstrahl den man auf Fotos immer sieht und für den der Canyon so bekannt ist, sahen wir natürlich nicht. Dafür waren wir zu früh im Canyon. Aber auch ohne diesen Lichtstrahl war es faszinierend den Navajo-Sandstein zu betrachten, der wirklich aus jedem Blickwinkel anders wirkte. 
Einige Formationen wie ein Herz, einen Schmetterling oder das Monument Valley bei Sonnenaufgang konnten wir erkennen. Leider war die ganze Führung eine ziemliche Hetze. Vorneweg unser Guide der uns immer weiterzog und hinter uns kamen andere Gruppen, deren Guides uns weiterscheuchten. Wir hatten keine ruhige Minute im Canyon. Am anderen Ende angekommen hatten wir 15 Minuten, um auf eigene Faust den Canyon wieder zurück zum Jeep zu laufen. Wir kämpften uns also gegen den Touristenstrom wieder dem Ausgang zu. Scheinbar gibt es 2 Tourveranstalter die jeweils mit mindestens 10 Jeeps zur gleichen Zeit ankommen, jeder Jeep hat dann nochmal 8-10 Personen...man kann sich vorstellen was für ein Getümmel es im Canyon ist. Aber das haben wir vorher gewusst und wir haben uns dennoch entschieden den Canyon zu besichtigen. 
Wieder zurück in Page setzten wir unsere Reise im eigenen Auto fort. Vorbei am Monument Valley ging es in das Valley of Gods. Ein 27km langer Schotterweg führt durch das Tal, bei dem man ebenfalls schöne Sandsteinformationen bewundern kann. Noch dazu findet man hier das Gegenteil vom Antelope Canyon: Weite, Stille und keine Menschen. 
Nach einem kurzen Abstecher zum Gooseneck Statepark ging es weiter ging es eine kurvenreiche steile und noch dazu Schotterstraße hinauf auf ein Plateau. Da es mittlerweile doch schon recht spät geworden war, stellte sich uns die Frage wo wir übernachten werden und das war in der Tat nicht so einfach. Die nächste Stadt lag ca. 30 Autominuten in der entgegengesetzten Richtung, schien jedoch die einzige Möglichkeit zu sein. Ein kleines Örtchen names Blanding war es, kaum 3000 Einwohner und wirklich nichts weiter los. Ein Drive-Through für Fast Food, ein Cafe welches bereits geschlossen hatte und ein Restaurant. Uns verschlug es in das Restaurant genannt Oldtymer und ich hatte den Eindruck, dass sich hier die Highschool Absolventen von 2012 zusammengetan hatten und diesen Laden schmissen. Das italienische Essen war gut wenn auch nicht überragend und die Kundschaft? Ich glaub da hat sich die Stadt zusammengetan und ausgelost wer an welchem Abend der Woche das Restaurant zu besuchen hat, damit überhaupt etwas los ist.


Montag, 27. Mai 2013

Page

Heute war ein eher erholsamer Tag. Am Morgen ging es Richtung Page, dieses Mal ohne Straßensperrungen die unsere Pläne durchkreuzten.  Etwas südlich, kurz vor der Straßensperrung, befindet sich der berühmte Horseshoe Bend. An dieser Stelle macht der Colorado River eine 270° Kurve. Die Aussichtsplattform, die aus einem Felsvorsprung besteht befindet sich ca. 1km Fußmarsch entfernt. Obwohl das nicht weit klingt ist es doch recht beschwerlich dahin zu gelangen, denn zum einen geht es bergauf und ab und zum anderen besteht der Weg größtenteils aus Sand in dem man halb versinkt und dann ist da noch die Hitze und kein Schatten weit und breit. An der Aussichtsstelle muss man ebenfalls sehr vorsichtig sein, denn viele Felsvorsprünge sind unterhöhlt und können leicht abbrechen. Unter einem sieht man dann den Colorado in ca. 300m Tiefe vorbeifließen.
Am Nachmittag fuhren wir zum Lake Powell und besichtigen den Glen Canyon Dam.  Der Lake Powell ist ein künstlich aufgestauter See und der zweitgrößte nach dem Lake Mead in den USA. Bei einer Führung gelangten wir ins Innere das Dammes und erfuhren allerlei Details. So auch das die Stadt Page nur wegen des Baus der Staumauer gegründet wurde, um den vielen Arbeitern einen Wohnort zu geben. Dafür muss ich sagen, gibt die Stadt mittlerweile einiges her und ist relativ groß.
Anschließend fuhren wir zur Antelope Point Marina, wo  man sich erfrischen und Wassersport betreiben kann, bevor wir unser Hotel in Page bezogen.

Sonntag, 26. Mai 2013

Mesa Verde National Park


Nachdem wir den Sonnenaufgang direkt von unserem Balkon bewundern konnten und dabei die Waffeln vom Vortag zum Frühstück hatten, brachen wir Richtung Colorado auf. Im äußersten Südwesten befindet sich der Mesa Verde Nationalpark, bei dem wir nach ca. 2.45 Stunden ankamen. Auch im Park muss man zunächst einige Meilen zurücklegen bis man eine der vielen archäologischen Stätten erreicht. Die Felsbehausungen der Anasazi sind meist unter Felsvorsprüngen zu finden, die genügend Schatten aber auch Wasser spenden. 
Die bekanntesten davon sind das Cliff Palace, Balcony House, das Square Tower House und Spruce Tree House. Da man zumindest für die ersten beiden ein zusätzliches Ticket erwerben muss, entschlossen wir uns nur eines davon nämlich das Balcony House zu besichtigen. Das Abenteuer dabei ist, dass man zunächst eine ca. 10m lange Leiter hinaufklettern muss, um die Felsbehausungen zu erreichen. Und um wieder hinauszugelangen muss man durch einen Tunnel in einer Felspalte kriechen und weitere Leitern und Ketten am Berg hinaufklettern. Als letztes besuchten wir noch das kostenlose Spruce Tree House. Nachdem wir usnere Rundfahrt im Park beendet hatten, ging es wieder Richtung Monument Valley. 
Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am Four Corners Monument vorbei. Gegen eine geringe Eintrittsgebühr kann man hier in 4 Bundestaaten gleichzeitig sein. Dieser Punkt ist der einzige in den USA, wo sich die Grenzen von gleich vier Bundesstaaten treffen: Colorado, New Mexico, Arizona und Utah. Demjenigen der mit dem Lineal damals die Grenzen definiert hat sei also Dank, dass die Indiander heutzutage eine weitere Einnahmequelle haben.
Übernachten werden wir heute in Kayenta.


Samstag, 25. Mai 2013

Monument Valley


Da sich mittlerweile herausstellte, dass die frühesten Eintrittskarten für den Antelope Canyon erst für Dienstag zu haben sind (hier ist Memorial Day Weekend und die Gegend anscheinend ein beliebter Ausflugsort) mussten wir unsere Route noch einmal anpassen. Wir zogen das Monument Valley und auch Mesa Verde vor. Dadurch müssen wir zwar mehr fahren, aber den Antelope Canyon wollten wir uns auch nicht entgehen lassen.
In unserer Übernachtung war ein Frühstück im Restaurant gegenüber, dem HOgan´s, inbegriffen. Nach dem wir schon sehr lang warten mussten um überhaupt bestellen zu können, dauerte dann auch noch die Essenszubereitung ewig (wobei andere Tische wesentlich schneller bedient wurden). Zu allem Überfluss kamen dann auch noch die Banana-Walnut Pancakes ohne Banane weil diese aus waren. Nachdem wir auf diese Weise schon über eine Stunde verplempert hatten, ging es zügig Richtung Monument Valley.
Auf dem Weg dahin gibt es wie fast überall viele Navajo Märkte, auf denen die Indianer selbstgemachten Schmuck und Souvenirs verkaufen. Das Valley an sich wird auch von den Indianern betrieben und ist kein national Park, d.h. hier werden separate Eintrittsgebühren erhoben, welche mit 5$/Person allerdings noch erträglich sind. Dann kann man mit seinem eigenen Auto auf dem sandigen und schroffen Weg eine Schleife fahren, auf der man an allen wichtigen Formationen vorbeikommt: den breiten, noch nicht so abgetragenen Mesas, den vom Wind geformten Buttes und die dünnen Spires. Es ist schon beeindruckend und durchaus nachvollziehbar warum diese Kulisse in so vielen Werbespots und Filmen verwendet wurde.
Gegen 16.30 Uhr bezogen wir dann unser Zimmer im "The View Hotel", von dessen Balkon man direkten Blick auf das Valley hat. Hier genossen wir den Sonnenuntergang und aßen anschließend im Restaurant, welches genau so wie das Hotel von Navajo Indianern betrieben wird, typisch indianische Speisen: einen Eintopf und Tacos mit dem charakteristischen grünen Fladenbrot.