Die USA sind ja bekannt für diese Art von Wettkampf und wie vor kurzem eine Kollegin herausfand, befindet sich bei uns in der Nähe das älteste durchgängig durchgeführte Rodeo der USA. Passenderweise heißt der Ort auch gleich Cowtown, NJ.
Auch das Wetter war passend für dieses Event. Es war wieder einer dieser heißen und trockenen Tage und der Sand stiebte nur so im Rodeo Stadion. Dazu die ganzen Zuschauer, die in Cowboystiefel und Cowboy Hut umherliefen. Da kommt doch gleich Wild West Feeling auf!
Auf einer kleinen Tribüne hinter den Boxen gab es einen Moderator, in der Arena selbst turnte der Clown herum und auf einer weiteren Bühne spielte eine kleine Band passende Country Musik. Begonnen wurde das Event natürlich mit der amerikanischen Hymne und dem Einritt aller Teilnehmer in die Arena.
Jeden Samstag und Dienstag Abend finden im Sommer hier Wettkämpfe statt. Beginnen tun diese mit dem klassischen Rodeo auf einem Bullen. Dessen Hinterbeine werden zusammengebunden und da dem Bullen das gar nicht gefallt, führt er diese typischen sprunghaften und ruckartigen Bewegungen aus die wiederum dazu führen, dass der Reiter abgeworfen wird. Wer am längsten auf seinem Bullen sitzen bleibt hat gewonnen. Das Gleiche wurde dann später noch einmal mit Pferden durchgeführt.
Erstaunlicherweise wurde dieser Wettkampf auch von den Jugendlichen ausgeführt, die es auf Jungbullen versuchten. Eine weitere Disziplin war das Kälberfängen. Kleine Kälber wurden mit einem kleinen Vorsprung losgelassen und hinterher folgte ein Reiter, der mit einem Lasso das Kalb einfingen. Dann blitzschnell vom Pferd absprang und mindestens 3 Beine des Kalbes mit einem weiteren drahtigen Seil, welches er während des Rittes zwischen den Zähnen bereithält, zusammenbinden muss. Bei einer anderen Disziplin jagten 2 Reiter hinter das Kalb her und einer davon musste mit bloßen Händen das Kalb einfangen, indem sich der Reiter im richtigen Moment einfach vom Pferd auf das Kalb fallen ließ.
Außerdem wurden noch Pferde eingefangen und die Damen veranstalteten ein sogennantes Barrel Race (Tonnenrennen), bei dem sie 5 Tonnen umreiten mussten ohne diese anzustoßen.
Fazit des Abends: Ein Rodeo ist doch recht abwechslungsreich. Die verschiedenen Disziplinen die sich doch durch ihre Art unterscheiden hätte ich gar nicht erwartet gehabt. Nichts desto Trotz war es teilweise aber schon brutal, vor allem als die kleinen Kälber die Lassoschlinge um den Hals hatten und mit einem kräftigen Ruck zum Fall gebracht wurden sind.
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