So ich melde mich aus der Sommerpause zurück, die ich hauptsächlich mit Lernen und Prüfung schreiben verbracht habe. Nachdem ich Glück hatte und von den Lufthansa-Kabinenpersonal-Streiks in Deutschland nicht betroffen war, kam ich wie geplant am Montag von meinem 2 wöchigen Deutschland Aufenthalt zurück. Mich hatte eine heftige Erkältung erwischt und der 8 stündige Flug verbesserte meinen Gesundheitszustand natürlich nicht. Ich muss wohl so elend ausgesehen haben, das selbst der Officer bei der Einreise meinte ich solle doch schnellstmöglich ein bisschen Schlaf bekommen.
Während ich in Deutschland war hat sich auch einiges an meiner Wohnsituation hier in den USA geändert. Sonya und Sarah waren nach dem Semester Anfang Juli ausgezogen und ich hatte die letzten 6 Wochen allein auf der oberen Etage gewohnt. Die beiden haben ihr Studium hier in der Gegend beendet und sind nun bei einem Field Semester im Ausland bei Hilfsorganisationen beschäftigt. Ende August, also während meiner Abwesenheit, ist dann die neue Generation an Studenten eingezogen. Auch diese studieren internationale Entwicklungshilfe an der Easter University bzw. macht eine ihren MBA. Insgesamt sind es nun aber 3 Studenten, das heisst alle Zimmer, auch das kleine Office in dem ich anfänglich schlief, sind belegt. Das macht sich natürlich auch im Kühlschrank und den Küchenschränken bemerkbar.
Bisher verstehe ich mich Christine wirklich sehr gut. Ihr Vater kommt aus Puerto Rico, ihre Mutter ist Brasilianerin sie spricht sowohl Spanisch als auch Portugiesisch fließend ist allerdings in Florida geboren und somit Amerikanerin.
Megan ist aus Alaska und Ashley ist wiederum aus Florida. Mit den beiden habe ich noch nicht so viel zu tun gehabt, sie sind auch meist nur im Zweierpack unterwegs und sehr mit sich beschäftigt. Ich werde morgens auch immer durch lautes Tueren öffnen und Abschließen dergleichen geweckt - verschlafen werde ich also bestimmt nicht. Dann scheinen sie joggen zu gehen, auf jeden Fall ist das Auto immer weg. So auch heute, nur da war das Auto nicht weg, sondern stand einfach mal in der Mitte des Driveways, weit und breit kein Fahrer zu sehen und ich musste auf Arbeit. Daran vorbeifahren ist unmöglich da der Driveway an der einen Seite durch eine Böschung und auf der anderen Seite durch einen Hang und Baum begrenzt wird. Also konnte ich nichts anderes tun als warten. Man kann sich vorstellen dass sich in mir etwas Unmut breitmachte. Nach ca. 12 Minuten kamen die beiden dann angeschlendert und beschleunigten nicht man ihren Gang als sie mich warten sahen. Ashley entschuldigte sich dann in der bekannten amerikanischen, wenig ernstgemeinten Art und erklärte sie hätte einen Platten. Zu Megan meinte sie fragten, ob sie vielleicht das Auto bewegen sollten. Ich dachte mir nur "nicht nur vielleicht" ich will hier schließlich nicht versauern bis dein Pannendienst kommt. Während sie sich noch fragte ob sie denn das Auto bewegen können beantwortete ich ihr dies mit der provokativen Frage "How did you get there?" Sie seien wohl losgefahren, haben dann nach ca. 5m das Geräusch gehört und angehalten....hmmm...hätten es die 5m bis zum Ende des Driveways denn wirklich ausgemacht? Hier am Hang ohne Platz wird sowieso niemand den Reifen wechseln. Langsam machte sie mir also den Weg frei. Eigenartige Geschichte und nicht sehr mitgedacht von den beiden. Wie überraschend, dass morgens jemand auf Arbeit fahren möchte!?
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