Samstag, 30. November 2013

Vacaciones, vacaciones mexicanas

Gegen 11:40 morgens hob mein Flieger gen Süden ab und nur 4 Stunden später landete ich in Cancun, Mexiko. Die Einreise erfolgte zügig und ohne Probleme, was wohl auch dem Zufallsgenerator zu verdanken war, der per Knopfdruck entscheidet ob man zur Zollkontrolle muss oder nicht.
Das Shuttle von BD Travel (Best Day Travel) war auch bereit und nach weiteren 45 Minuten kam ich im Grand Hotel Occidential Xcaret an. Da es mittlerweile 16.30 Uhr war konnte ich einchecken und das Zimmer beziehen. Die Luftfeuchtigkeit hier muss wirklich 95% betragen, demzufolge muffig riecht es auch im Zimmer und das Kondenswasser an der Klimaanlage hatte bereits den Flur leicht unter Wasser gesetzt. Aber ansonsten ist das Zimmer sehr schön und groß. Auch das Büffet am Abend war sehr gut und wir konnten den Abend gemütlich an der Bar ausklingen lassen.

Sonntag, 24. November 2013

Fechten

Vor einem Jahr hatte ich auf Living Social einen Deal entdeckt, der eine einmonatige Einführung ins Fechten versprach. Da mich dieser Sport schon immer interessiert hatte und ich mit $30 und gestellter Ausrüstung nicht wirklich was falsch machen konnte, schlug ich zu. Mittlerweile gehe ich wenn immer möglich Montag, Mittwoch und Freitag ca. 2 Stunden fechten. 1.5h führen wir spezielle Übungen aus und da wir oft nur ca. 5 Erwachsene sind und 2 Coaches lernen wir dabei richtig viel. Die letzten 30 Minuten bestehen aus Bouts, in denen wir gegen unsere Teammates elektrisch fechten. 
Der Sport ist sehr anspruchsvoll, da er nicht nur körperliche Fitness erfordert sondern auch einen enormen strategischen Anteil hat. Und das interessante daran ist, dass er im Training 95% physisch und 5% strategisch und im Wettkampf ist das Verhältnis genau umgedreht, da das körperliche dann nur noch Handeln und Reagieren ist.
Nun habe ich mich diese Woche auch endlich dazu durchgerungen an Wettkämpfen teilzunehmen. Und dieses Wochenende fand einer davon in unserem Club statt. 6Uhr aufstehen, um 8Uhr war ich im Club, aufwärmen, etwas fechten und dann ging es 9 Uhr los. Etwas anders als ich früher bei Turnwettkämpfen gewöhnt war. Dort lief alles strukturierter, fast schon militärischer ab. Hier wurde einmal zum Start aufgerufen, nach dem Motto schnappt euch euer Equipment, und alle wanderten wahllos in der Halle umher. 
Am Morgen stand zunächst der Mixed Wettkampf im Florett an zu dem alle ab 13 Jahre zugelassen waren. Die 18 Leute wurden in 3 Pools eingeteilt, in denen immer bereits geratete Fechter waren, als auch ungeratete wie ich. Ich hatte einen schwierigen Pool erwischt, ein paar sehr gute Fechter, die später unter den besten 6 landeten als auch ein paar 13 Jährige, die so gut wie keine Trefferfläche boten. 
Am Nachmittag war dann noch der Wettkampf für die Frauen. Mein Ziel war es nicht als letzte abzuschliessen und das habe ich in beiden Wettkämpfen geschafft. Ich habe sogar gegen die 2. Platzierte in den Pools gewonnen, aber Fechten ist eben eine Momentsache.

Freitag, 1. November 2013

New York City


Für unseren letzten Hafen mussten wir ziemlich zeitig aufstehen. Bereits kurz nach 5 Uhr morgens fuhren wir unter den ersten Brücken hindurch und nun war auch die Freiheitsstatue nicht mehr weit entfernt. Wohl selten sieht das Pooldeck der AIDA so viele Passagiere zu so früher Morgenstunde. Alle drängten sich, einige unvernünftige Leute stiegen selbst auf die gestapelten Liegen um über die Brüstung schauen zu können. Während der Einfahrt nach NYC wurde ergreifende Musik gespielt, der Lektor erklärte noch einige markante Punkte und wir konnten nur erahnen wie sich wohl die vielen Immigranten gefühlt haben müssen die auf dem Seeweg hier Ellis Island angelaufen haben und wie wir an der Statue of Liberty vorbei kamen. 
Da es noch dunkel war strahlte und Lady Liberty an, und auf der anderen Seite sahen wir das glitzernde Häusermeer Manhattans. Obwohl ich schon oft in NYC war muss ich gestehen, dass diese Einfahrt doch sehr beeindruckend war. Und ich fand damals schon dass es beeindruckend ist, wenn man mit dem Auto von Weitem die Skyline zum ersten Mal erblickt.
Am Pier 90 legten wir dann an und konnten beim Frühstück die herrliche Sicht auf die Skyline von NYC genießen. Bald darauf begannen wir unsere Sightseeing Tour. Daddy hatte einen Plan ausgearbeitet und ich hatte uns bereits die Tickets besorgt so dass wir keine Zeit verlieren. 
Erster Stopp: Top of the Rock im Rockefeller Center. Wir waren bereits durch die Sicherheitskontrollen und vor dem Aufzug als uns mitgeteilt wurde, wir können zwar hoch allerdings ist aufgrund des Regens Null Sicht! Wir konnten allerdings kostenlos auf eine andere Zeit oder Tag umbuchen. Kurz entschlossen machten wir dies, auch wenn es unseren Plan ganz schön strapazierte. Ich machten mich also schnell auf den Weg und da passierte es: ich verlor meine Eltern aus den Augen. 15 Minuten später, ich hatte die neuen Tickets aber von den Eltern keine Spur. Mehr als 15 unterirdisch verbundene Gebäude gibt es im Rockefeller Center, ein Labyrinth ist nichts dagegen. Nachdem ih zum 2.Mal an der Security vorbeikam, rief bereits einer: "ah the parents". Er führte mich zu dem Punkt wo er sie das letzte Mal sah, zwei weitere Officer verwiesen mich in die andere Richtung bis schließlich ein vierter lauthals durch das Foyer nach unten rief: "Mr.! Stop!" Meine Eltern fuhren schon erschrocken zusammen, aber dank der netten Security waren wir nun wieder 
Weiter ging es zur Grand Central Station. Vor allem die Halle ist bekannt aus vielen Filmen, doch nur wenige wissen, dass der Bahnhof zig Gleise besitzt. Hier stiegen wir in den Subway und fuhren nach Brooklyn. Über die Brooklyn Bridge spazierten wir zurück nach Manhattan, vorbei an der City Hall ging es zum Bullen an der Wallstreet. 
Nächstes Highlight, auch für mich neu, war das 9/11 Memorial. Auf dem ehemaligen Areal des WTC befindet sich heut eine Gedenkstätte mit einem Park und 2 Wasserbecken in denen das Wasser hinunterströmt. Am Rande der Becken befinden sich die Namen der Opfer eingraviert. Das Museum war leider noch nicht eröffnet, das wird erst im Frühjahr 2014 eröffnet. Immerhin ist der Freedom Tower schon fast fertig.vereint. 
Weiter setzten wir unseren Weg fort auf dem Highline Park. Die alten stillgelegten Gleise wurden in den letzten Jahren in einen Park umgewandelt und über dem Straßenlevel kann man nun in der Großstadt flanieren. 
Am späten Nachmittag ging es zum Rockefeller zurück. Mittlerweile hatten wir fast strahlenden Sonnenschein so dass es sich wirklich gelohnt hatte zu warten. Auf diese Weise konnten wir die Aussicht bei Tag, Sonnenuntergang und Naht genießen. Krönender Abschluss war das Feuerwerk im Central Park welches wir von der Aussichtsplattform bewundern konnten.
Geschafft und hungrig kamen wir gegen 20 Uhr wieder am Schiff an.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Boston - Im Ausnahmezustand

Als wir heute Morgen in Boston einliefen, zeigte sich das Wetter nicht gerade von seiner besten Seite. Regnerisch und trüb empfing uns diese geschichtsträchtige amerikanische Stadt. Die erste Herausforderung war es nun, in die Stadt zu kommen. Obwohl wir nicht allzu weit draußen lagen, wussten wir, dass der heutige Tag ein ganz schöner Marsch wird und wenn möglich, wollten wir so auf die Public Transportation zurückgreifen. Allerdings hatten diese Idee wohl schon mehrere Passagiere, wie sich an der Bushaltestelle herausstellte. Das Taxi war keine wirkliche Alternative, da auch hier sich bereits eine Schlange gebildet hatte. Glücklicherweise kamen dann jedoch gleich 2 Busse und da der Regen immer noch nicht nachgelassen hatte, beschlossen wir,gleich weiter zu fahren nach Harvard. Auf dem Campus der Spitzenuniversität schafften wir es sogar, einige Gebäude von innen zu betrachten, u.a. die Annenberg Hall. Von außen sahen wir immerhin die Bibliothek, welche zu den größten und ältesten hier in den USA gehört.
Mit der U-Bahn ging es zurück in die Innenstadt. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört und wir konnten den Freedom Trail am Boston Common starten. Auf unserem Rundgang kamen wir an den 17 historisch wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Dabei besuchten wir auch das Old South Meeting House, wo die Boston Tea Party geplant wurde, das Old State House, von dessen Balkon die Unabhängigkeitserklärung das erste (und weil es zu leise war auch noch das zweite Mal) verlesen wurde und das Paul Revere Haus. In die Faneuil Hall kamen wir leider nicht rein, denn hier war alles weiträumig abgesperrt. Grund dafür war der Besuch des amerikanischen Präsidenten Obama, der eine Rede zur Obama Care halten wollte. Polizeiaufgebot und Sicherheitsleutewaren überall zu erblicken und auch an Presse mangelte es nicht oder einfach nur Amerikanern, die ihre Meinung zum Ausdruck bringen wollten. Das zweite ungewöhnliche Bild zeigte sich an einigen Gebäuden: überall hingen die Red Sox Banner, denn ausgerechnet heute fand hier auch das Endspiel der World Series im Baseball statt und Boston steht im Finale gegen die St. Louis Cardinals (und wie sich später herausstellte, haben die Red Sox auch gewonnen). Endstation unseres Rundgangs war die USS Constitution, das älteste noch schwimmende Kriegsschiff. Mit dem Wassertaxi setzten wir wieder über in die Altstadt und von dort aus ging es mit dem Bus wieder zum Schiff.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Bar Harbor

In der Nacht wurden mal wieder die Uhren gestellt. Nun trennen uns wieder 5 Stunden von Deutschland.
Da Bar Harbor der erste US amerikanische Hafen auf dieser Reise ist, musste auch die Einreise in die USA hier erfolgen. Wir lagen auf Reede und so wurden die Officers auf das Schiff gebracht. Ich muss sagen, dass ich selten so viele Officers gesehen haben. So viele gibt es teilweise nicht am Philadelphia International Airport, aber dort werden sie auch nicht so gut verpflegt wie hier auf AIDA. Der Aufruf der Gäste zum Identitätsabgleich erfolgte nach Musterstationen und mit C waren wir schon kurz nach 8 Uhr dran. AIDA hatte bereits die Dokumente vorbereitet und in der AIDA Lounge erwarteten uns die US Beamten. Anschließend wurde unsere Boardkarte markiert und unserem Ausflug stand nichts mehr im Wege.
Ein Tenderboot brachte uns nach Bar Harbor, wo wir zunächst einen Stadtrundgang machten und am Wasser entlang liefen. Am Nachmittag ging es mit einem AIDA Ausflug in den Acadia National Park. Nach ca. 1.20h Busfahrt kamen wir auf dem Cadillac Mountain an. Das Wetter war perfekt: strahlender Sonnenschein und herrliche Sicht. Nur die Reiseleitung war etwas ungünstig gelöst, da der lokale Guide nur Englisch sprach und die deutsche Begleitung Schwierigkeiten beim Simultanübersetzen hatte. 16:30 ging es mit dem Tender zurück zum Schiff.

 

Montag, 28. Oktober 2013

Halifax

Wir legten etwas später gegen 7.10 Uhr an (geplant 7.00Uhr), da bis 07:00 Uhr zusätzlich Nachttarif für die Seilmannschaft von 5.000$ zu zahlen ist. Nach dem Frühstück brachen wir zu Fuß in die Stadt auf. Entlang der Waterfront ging es von unserem Pier 21, an dem früher die Immigranten einreisten vorbei an den Historic Properties zum Purdy’s Tower. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an einiger Kunst vorbei. So zum Beispiel an den "Betrunkenen Lampen". Eine Straßenlaterne war bereits umgefallen, die andere schaut besorgt herunter und die dritte pinkelt in die Ecke. Alles in allem sehr gelungen und Kunst, die fast jeder versteht.
Der Linienbus Nr. 9 brachte uns dann zum Fairview Lawn Cemetery, wo die meisten der Titanic Opfer vom 15.April 1912 begraben wurden. Gegen 11:00 ging es zurück mit dem Bus 9 zur Downtown. Hier spazierten wir vorbei am Clock Tower zur Citadelle. Auf eigene Faust erkundeten wir die alte Zitadelle und konnten währenddessen auch die Vorbereitungen und die Durchführung des bekannten 12 Uhr Kanonenschuss miterleben. Auf dem Rückweg ging es durch den Public Garden, ein schöner gepflegter Garten, wieder zurück zum Schiff.
Während meine Eltern zum Flitterwochen- und Hochzeitstreff in AIDA Lounge mit dem Entertainmanager gingen, verbrachte ich die Zeit wieder im Fitness Center.