Freitag, 25. Oktober 2013

Quebec

Wieder hieß es zeitig aufstehen. Über Nacht waren wir von Montreal den St. Lawrence River hinauf geschippert und befinden uns nun in Quebec. Nach einem guten Frühstück und kurzen Fußmarsch gelangten wir in die Unterstadt von Quebec. Durch die kleinen Gassen kamen wir schließlich zur Funiculaire, welche uns in die Oberstadt brachte. Von der Terasse Dufferin hatten wir einen schönen Blick auf die Unterstadt und den Fluss.
Eigentlich hatte ich geplant wieder eine Tour durch das Chateau Frontenac mitzumachen, nur leider gibt es die Führung in dem Gebäude, wo sich einst 1943 Churchill und Roosevelt und andere zur Quebecer Konferenz trafen, um die Strategie für den 2. Weltkrieg zu besprechen, nicht mehr. Anscheinend waren die Führungen im Hotel zu störend für die Gäste.
Also konnten wir gleich weiter spazieren zur Zitadelle. Bei einer Führung erfuhren wir mehr über die Geschichte und die heutigen Nutzung. Leider war es hier, am höchsten Punkt der Stadt, auch ziemlich windig und kühl, so dass wir uns beim anschließenden Stadtbummel durch die Oberstadt wieder aufwärmen mussten. Am schönsten war dabei der Halloweenschmuck der City Hall. Letzter Stopp war die Rue du Petit Champlain, einer kleinen, malerischen Gasse, in der sich viele Handwerksläden angesiedelt haben. Leider überraschte uns hier auch der Regen mit Hagel und so machten wir uns langsam wieder Richtung Schiff auf.


Zum Kaffee waren wir dann wieder zurück und konnten den Rest des Abends auf dem Schiff genießen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Montreal

6.55 Uhr klingelte unser Wecker. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns gegen 9 Uhr zu Fuß in die Stadt. Erster Anlaufpunkt war die Cathédrale Marie- Reine-du-Monde, einer detailgetreuen kleineren Ausgabe des Petersdomes in Rom. Danach marschierten wir auf den Berg, der der Stadt ihren Namen gab: dem Mount Royal. Durch den bewaldeten Park ging es zur Aussichtsterrasse des Chalets. Mittlerweile waren zwar ein paar Wolken aufgezogen, dennoch hatten wir eine schöne Sicht auf die Stadt. Wieder in der Stadt angekommen, nahmen wir die Metro zum Parque Olympique. Hier fanden 1976 die Olympischen Sommerspiele statt. Charakteristisch ist der schiefe Turm der über dem Gelände ragt. 45° Steigung ging es hinauf, bevor uns die Stadt zu Füßen lag. Zunächst erschienen uns die CAD 22.50 als teuer, doch im Nachhinein war es dies wirklich wert.
Wieder in der Altstadt angelangt, besichtigten wir die Basilique Notre Dame. Diese kostet zwar CAD 5 Eintritt, aber dafür konnten wir die Ikonen vor blau beleuchtetem Hintergrund bewundern sowie in die bronzene Kapelle.
Weiter führte uns unsere Route vom Place d'Armes nach Vieux Montreal, wo wir am Hôtel de Ville vorbei über den Place Jacques Cartier zum klassizistischen Kuppelbau des Marché Bonsecours entlang der Rue St. Paul zum Vieux Port gingen, wo unser Schiff liegt. Zufrieden, dass wir in der Kürze der Zeit alles geschafft hatten - denn wir mussten bereits spätestens 16.30 Uhr wieder an Board sein, verschlug es uns zunächst zum Kaffeetrinken. Kurz darauf die Seenotrettungsübung, Erholung auf der Kabine und schon ging es weiter mit dem Auslaufen. Es war doch ziemlich windig und kalt auf dem Pooldeck. Aber beim Abendessen konnten wir uns gleich wieder aufwärmen. Am Abend gab es dann den Welcome Sekt und die Party auf dem Pooldeck.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Auf zur North American East Coast Cruise

Route Nordamerika 2 (Quelle: AIDA Cruises)
Nach einem sehr kurzen Arbeitstag brachte mich ein Kollege zum Flughafen nach Philadelphia. Hier wurde meine Reise fast verzögert, da es einen Feueralarm im Terminal gab. Aber dieser wurde glücklicherweise nach ein paar Minuten durch eine Durchsage "Bitte ignorieren" aufgehoben. So wird das also hier gemacht. Was auch immer den Alarm ausgelöst hat, meinem pünktlichen Abflug stand nun nichts mehr im Wege.
Gegen 15.00 landete ich in Montreal, die Einreise war einfacher als in die USA und kurz darauf befand ich mich auch schon im Linienbus in die Innenstadt. Nach ca. 30 Minuten Busfahrt und weiteren 15 Minuten Fußmarsch stand ich also vor dem Hafentor. Mit dem Koffer bahnte ich mir dann meinen Weg durch einige dunkle Winkel der Hafenanlage, um letztlich zum Schiff zu gelangen. Die pauschal angereisten Gäste hatten es da natürlich besser, da diese mit dem Bus direkt vor dem Check-In Schalter des Schiffes abgesetzt wurden. Aber irgendwann war auch ich angelangt, durfte einchecken und dann auch gleich direkt auf die Kabine.

Mein Koffer hatte tatsächlich den Check-In schneller absolviert als ich selbst und wartete bereits auf mich.
Ich machte mich bald wieder auf den Weg in die Innenstadt, schließlich wollte ich noch ein paar Sachen einkaufen, zur Bank und natürlich einige der Sehenswürdigkeiten sehen.
Gegen 21 Uhr konnte ich dann auch endlich meine Eltern empfangen.



Sonntag, 22. September 2013

Canopy Tour - Klettern und Ziplining


Wieder einmal eine Aktivität die ich auf Groupon gefunden habe. Zum halben Preis gab es eine Canopy Tour in Spring Mountain, welches keine 40 Minuten von mir entfernt ist. Mit einem Freund machte ich mich am Sonntag Morgen auf den Weg zu unserem Kletter- und Ziplining Abenteuer. Mit einem Sessellift ging es nach einer kurzen Einführung zunächst bergauf und dann auch schon gleich mit dem ersten Zipline weiter. Eine Reihe von Challenges waren zu meistern: 
eine Drahtseilbrücke die man entweder freihändig überqueren konnte oder sich an einer Tarzanliane festklammern konnte, eine Schwebebrücke, mehrere Ziplines die man kopfüber fahren konnte oder in denen man sich einfach rückwärts fallen ließ oder Monkeybars sowie ein Seil welches man wie ein Hängebauchschwein entlang robben konnte. Alles in allem verbrachten wir hier 2.5 gute Stunden und hatten viel Spaß. Für den vollen Preis hätte ich es allerdings etwas zu teuer empfunden.

Sonntag, 18. August 2013

Kayaking in Canada



Am Sonntag Morgen begannen wir unseren Tag wieder mit einem Frühstück bei Craigie's, dem wohl einzigen kleinem Holzlädchen was ein gutes Frühstück zu annehmbaren Preisen anbietet. Dann ging es mit dem Auto zum Cameron Lake, wo wir uns für 4 Stunden Kajaks ausleihten. Dann machten wir uns mit etwas Proviant auf den Weg. Einmal quer über den Lake Cameron, die Wegbeschreibung war etwas vage die uns der Vermieter gegeben hatte, versuchten wir unser Glück die kleine Verbindung zum Cyprus Lake zu finden. So stellt man sich Kanada vor: klare, blaue Seen, die bunten Kajaks, Weite und Einsamkeit, denn wir waren wirklich auf dem Lake Cyprus die einzigen. 
Die kleine Verbindung war hingegen sehr abwechslungsreich mit all den Seerosen und seichtem Wasser. Am anderen Ende des Lake Cyprus zogen wir unsere Kajaks wie geheißen an Land, stärkten uns kurz und wanderten dann zur Grotto. Hier hatten wir wieder Lake Huron erreicht und schroffe Felsformationen und Badestellen sind hier zu finden. Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg und nach ca. 15km mit den Kajaks erreichten wir wieder unser Auto und fuhren zurück nach Toronto. Für mich ging es dann am Abend wieder mit dem Flieger nach Philadelphia.
 

Samstag, 17. August 2013

Lake Huron & Tobermory



 Am nächsten Morgen hatten wir gegen 11 Uhr eine Schifffahrt auf dem Lake Huron gebucht. Die Zeit bis dahin nutzten wir um durch das kleine Touristenstädtchen zu bummel und ein kräftiges Frühstück bei Craigie's zu uns zunehmen. Während der Schifffahrt hatten wir tolles Wetter. Highlights waren natürlich der Leuchtturm, die beiden komplett versunkenen Wracks die man in dem klaren Wasser selbst vom Schiff aus sehen konnte und natürlich die vielen kleinen grünen Inseln mit ihren schroffen Felsen. Flowepot Island ist wohl die bekannteste Insel, die durch ihre Felsenformationen, die wirklich aussehen wie Blumenvasen bekannt geworden ist. 
 Wieder festen Boden unter den Füßen, gönnten wir uns einen Beaver Tail. Nein, das ist kein deftiges Fleisch, sonder ein frittierter Teig, den man beliebig belegen lassen kann: herzhaft oder süß mit Schoko/Erdnusbutter-Creme, Bananen, M&Ms, etc. Nach dieser Kalorienbombe musste eine aktive Beschäftigung für den Rest des Tages gefunden werden.
Am Nachmittag schnappten wir uns dann die kostenlosen Fahrräder unseres Motels und erkundeten die etwas entfernteren Ecken der Halbinsel. Kurze Pause machten wir dabei am Leuchtturm, an einem hölzernen Aussichtsturm und wir unternahmen außerdem eine kleine Wanderung entlang der Küste. Zum Abendessen gab es zur Belohnung eine Pizza, die wir uns wirklich verdient hatten. 
Ganz praktisch war auch der Beer Store neben unserem Hotel, denn so konnten wir uns noch für den Abend eindecken und ließen diesen gemütlich an der Bucht vor unserem Hotel ausklingen. Und als wir da so saßen mit unserem Bier gesellten sich auch noch ein paar weitere Deutsche hinzu, die uns wohl am Bier erkannt hatten. Diese arbeiteten bei Bosch in Detroit und nach einer kurzen Unterhaltung setzten sie dann ihren Weg fort.