Mittwoch, 30. Oktober 2013

Boston - Im Ausnahmezustand

Als wir heute Morgen in Boston einliefen, zeigte sich das Wetter nicht gerade von seiner besten Seite. Regnerisch und trüb empfing uns diese geschichtsträchtige amerikanische Stadt. Die erste Herausforderung war es nun, in die Stadt zu kommen. Obwohl wir nicht allzu weit draußen lagen, wussten wir, dass der heutige Tag ein ganz schöner Marsch wird und wenn möglich, wollten wir so auf die Public Transportation zurückgreifen. Allerdings hatten diese Idee wohl schon mehrere Passagiere, wie sich an der Bushaltestelle herausstellte. Das Taxi war keine wirkliche Alternative, da auch hier sich bereits eine Schlange gebildet hatte. Glücklicherweise kamen dann jedoch gleich 2 Busse und da der Regen immer noch nicht nachgelassen hatte, beschlossen wir,gleich weiter zu fahren nach Harvard. Auf dem Campus der Spitzenuniversität schafften wir es sogar, einige Gebäude von innen zu betrachten, u.a. die Annenberg Hall. Von außen sahen wir immerhin die Bibliothek, welche zu den größten und ältesten hier in den USA gehört.
Mit der U-Bahn ging es zurück in die Innenstadt. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört und wir konnten den Freedom Trail am Boston Common starten. Auf unserem Rundgang kamen wir an den 17 historisch wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Dabei besuchten wir auch das Old South Meeting House, wo die Boston Tea Party geplant wurde, das Old State House, von dessen Balkon die Unabhängigkeitserklärung das erste (und weil es zu leise war auch noch das zweite Mal) verlesen wurde und das Paul Revere Haus. In die Faneuil Hall kamen wir leider nicht rein, denn hier war alles weiträumig abgesperrt. Grund dafür war der Besuch des amerikanischen Präsidenten Obama, der eine Rede zur Obama Care halten wollte. Polizeiaufgebot und Sicherheitsleutewaren überall zu erblicken und auch an Presse mangelte es nicht oder einfach nur Amerikanern, die ihre Meinung zum Ausdruck bringen wollten. Das zweite ungewöhnliche Bild zeigte sich an einigen Gebäuden: überall hingen die Red Sox Banner, denn ausgerechnet heute fand hier auch das Endspiel der World Series im Baseball statt und Boston steht im Finale gegen die St. Louis Cardinals (und wie sich später herausstellte, haben die Red Sox auch gewonnen). Endstation unseres Rundgangs war die USS Constitution, das älteste noch schwimmende Kriegsschiff. Mit dem Wassertaxi setzten wir wieder über in die Altstadt und von dort aus ging es mit dem Bus wieder zum Schiff.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Bar Harbor

In der Nacht wurden mal wieder die Uhren gestellt. Nun trennen uns wieder 5 Stunden von Deutschland.
Da Bar Harbor der erste US amerikanische Hafen auf dieser Reise ist, musste auch die Einreise in die USA hier erfolgen. Wir lagen auf Reede und so wurden die Officers auf das Schiff gebracht. Ich muss sagen, dass ich selten so viele Officers gesehen haben. So viele gibt es teilweise nicht am Philadelphia International Airport, aber dort werden sie auch nicht so gut verpflegt wie hier auf AIDA. Der Aufruf der Gäste zum Identitätsabgleich erfolgte nach Musterstationen und mit C waren wir schon kurz nach 8 Uhr dran. AIDA hatte bereits die Dokumente vorbereitet und in der AIDA Lounge erwarteten uns die US Beamten. Anschließend wurde unsere Boardkarte markiert und unserem Ausflug stand nichts mehr im Wege.
Ein Tenderboot brachte uns nach Bar Harbor, wo wir zunächst einen Stadtrundgang machten und am Wasser entlang liefen. Am Nachmittag ging es mit einem AIDA Ausflug in den Acadia National Park. Nach ca. 1.20h Busfahrt kamen wir auf dem Cadillac Mountain an. Das Wetter war perfekt: strahlender Sonnenschein und herrliche Sicht. Nur die Reiseleitung war etwas ungünstig gelöst, da der lokale Guide nur Englisch sprach und die deutsche Begleitung Schwierigkeiten beim Simultanübersetzen hatte. 16:30 ging es mit dem Tender zurück zum Schiff.

 

Montag, 28. Oktober 2013

Halifax

Wir legten etwas später gegen 7.10 Uhr an (geplant 7.00Uhr), da bis 07:00 Uhr zusätzlich Nachttarif für die Seilmannschaft von 5.000$ zu zahlen ist. Nach dem Frühstück brachen wir zu Fuß in die Stadt auf. Entlang der Waterfront ging es von unserem Pier 21, an dem früher die Immigranten einreisten vorbei an den Historic Properties zum Purdy’s Tower. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an einiger Kunst vorbei. So zum Beispiel an den "Betrunkenen Lampen". Eine Straßenlaterne war bereits umgefallen, die andere schaut besorgt herunter und die dritte pinkelt in die Ecke. Alles in allem sehr gelungen und Kunst, die fast jeder versteht.
Der Linienbus Nr. 9 brachte uns dann zum Fairview Lawn Cemetery, wo die meisten der Titanic Opfer vom 15.April 1912 begraben wurden. Gegen 11:00 ging es zurück mit dem Bus 9 zur Downtown. Hier spazierten wir vorbei am Clock Tower zur Citadelle. Auf eigene Faust erkundeten wir die alte Zitadelle und konnten währenddessen auch die Vorbereitungen und die Durchführung des bekannten 12 Uhr Kanonenschuss miterleben. Auf dem Rückweg ging es durch den Public Garden, ein schöner gepflegter Garten, wieder zurück zum Schiff.
Während meine Eltern zum Flitterwochen- und Hochzeitstreff in AIDA Lounge mit dem Entertainmanager gingen, verbrachte ich die Zeit wieder im Fitness Center.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Seetag 2

Heute Nacht fuhren wir in eine andere Zeitzone, so dass nun auch aufgrund der Winterzeit in Deutschland nur noch 4h Zeitunterschied zu Deutschland bestehen.
Auch heute war es relativ erholsam und wir verbrachten unseren Tag mit Essen, Reisevorstellungen und Tipps im Theatrium oder im Fitness Center. Am Abend waren wir zum AIDA Club Treffen eingeladen.

Samstag, 26. Oktober 2013

Seetag 1


An unserem ersten Seetag konnten wir endlich das Schiff in Ruhe genießen. Das Wetter spielte auch mit und wir konnten bei Sonnenschein sogar auf unserem Balkon sitzen. 833 Seemeilen (1.543 Kilometer) wurden heute absolviert. Am Abend schauten wir uns bei einem Cocktail die Shows Varieté Elements und Dancing Queen Reloaded im Theatrium an.
Außerdem erfolgte heuet auch endlich die Vorstellung des  Kapitäns und der Offiziere.

Freitag, 25. Oktober 2013

Quebec

Wieder hieß es zeitig aufstehen. Über Nacht waren wir von Montreal den St. Lawrence River hinauf geschippert und befinden uns nun in Quebec. Nach einem guten Frühstück und kurzen Fußmarsch gelangten wir in die Unterstadt von Quebec. Durch die kleinen Gassen kamen wir schließlich zur Funiculaire, welche uns in die Oberstadt brachte. Von der Terasse Dufferin hatten wir einen schönen Blick auf die Unterstadt und den Fluss.
Eigentlich hatte ich geplant wieder eine Tour durch das Chateau Frontenac mitzumachen, nur leider gibt es die Führung in dem Gebäude, wo sich einst 1943 Churchill und Roosevelt und andere zur Quebecer Konferenz trafen, um die Strategie für den 2. Weltkrieg zu besprechen, nicht mehr. Anscheinend waren die Führungen im Hotel zu störend für die Gäste.
Also konnten wir gleich weiter spazieren zur Zitadelle. Bei einer Führung erfuhren wir mehr über die Geschichte und die heutigen Nutzung. Leider war es hier, am höchsten Punkt der Stadt, auch ziemlich windig und kühl, so dass wir uns beim anschließenden Stadtbummel durch die Oberstadt wieder aufwärmen mussten. Am schönsten war dabei der Halloweenschmuck der City Hall. Letzter Stopp war die Rue du Petit Champlain, einer kleinen, malerischen Gasse, in der sich viele Handwerksläden angesiedelt haben. Leider überraschte uns hier auch der Regen mit Hagel und so machten wir uns langsam wieder Richtung Schiff auf.


Zum Kaffee waren wir dann wieder zurück und konnten den Rest des Abends auf dem Schiff genießen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Montreal

6.55 Uhr klingelte unser Wecker. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns gegen 9 Uhr zu Fuß in die Stadt. Erster Anlaufpunkt war die Cathédrale Marie- Reine-du-Monde, einer detailgetreuen kleineren Ausgabe des Petersdomes in Rom. Danach marschierten wir auf den Berg, der der Stadt ihren Namen gab: dem Mount Royal. Durch den bewaldeten Park ging es zur Aussichtsterrasse des Chalets. Mittlerweile waren zwar ein paar Wolken aufgezogen, dennoch hatten wir eine schöne Sicht auf die Stadt. Wieder in der Stadt angekommen, nahmen wir die Metro zum Parque Olympique. Hier fanden 1976 die Olympischen Sommerspiele statt. Charakteristisch ist der schiefe Turm der über dem Gelände ragt. 45° Steigung ging es hinauf, bevor uns die Stadt zu Füßen lag. Zunächst erschienen uns die CAD 22.50 als teuer, doch im Nachhinein war es dies wirklich wert.
Wieder in der Altstadt angelangt, besichtigten wir die Basilique Notre Dame. Diese kostet zwar CAD 5 Eintritt, aber dafür konnten wir die Ikonen vor blau beleuchtetem Hintergrund bewundern sowie in die bronzene Kapelle.
Weiter führte uns unsere Route vom Place d'Armes nach Vieux Montreal, wo wir am Hôtel de Ville vorbei über den Place Jacques Cartier zum klassizistischen Kuppelbau des Marché Bonsecours entlang der Rue St. Paul zum Vieux Port gingen, wo unser Schiff liegt. Zufrieden, dass wir in der Kürze der Zeit alles geschafft hatten - denn wir mussten bereits spätestens 16.30 Uhr wieder an Board sein, verschlug es uns zunächst zum Kaffeetrinken. Kurz darauf die Seenotrettungsübung, Erholung auf der Kabine und schon ging es weiter mit dem Auslaufen. Es war doch ziemlich windig und kalt auf dem Pooldeck. Aber beim Abendessen konnten wir uns gleich wieder aufwärmen. Am Abend gab es dann den Welcome Sekt und die Party auf dem Pooldeck.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Auf zur North American East Coast Cruise

Route Nordamerika 2 (Quelle: AIDA Cruises)
Nach einem sehr kurzen Arbeitstag brachte mich ein Kollege zum Flughafen nach Philadelphia. Hier wurde meine Reise fast verzögert, da es einen Feueralarm im Terminal gab. Aber dieser wurde glücklicherweise nach ein paar Minuten durch eine Durchsage "Bitte ignorieren" aufgehoben. So wird das also hier gemacht. Was auch immer den Alarm ausgelöst hat, meinem pünktlichen Abflug stand nun nichts mehr im Wege.
Gegen 15.00 landete ich in Montreal, die Einreise war einfacher als in die USA und kurz darauf befand ich mich auch schon im Linienbus in die Innenstadt. Nach ca. 30 Minuten Busfahrt und weiteren 15 Minuten Fußmarsch stand ich also vor dem Hafentor. Mit dem Koffer bahnte ich mir dann meinen Weg durch einige dunkle Winkel der Hafenanlage, um letztlich zum Schiff zu gelangen. Die pauschal angereisten Gäste hatten es da natürlich besser, da diese mit dem Bus direkt vor dem Check-In Schalter des Schiffes abgesetzt wurden. Aber irgendwann war auch ich angelangt, durfte einchecken und dann auch gleich direkt auf die Kabine.

Mein Koffer hatte tatsächlich den Check-In schneller absolviert als ich selbst und wartete bereits auf mich.
Ich machte mich bald wieder auf den Weg in die Innenstadt, schließlich wollte ich noch ein paar Sachen einkaufen, zur Bank und natürlich einige der Sehenswürdigkeiten sehen.
Gegen 21 Uhr konnte ich dann auch endlich meine Eltern empfangen.