Nach einem Frühstück im Hotel, wurden wir von einem Shuttle Bus abgeholt der uns zunächst zur Oak Valley Plantage brachte. Auf unserem Weg kamen wir am Lake
Pontchartrain Causeway vorbei, der mit 38,3km längsten Brücke der USA und damit ihres Zeichens die drittlängste Brücke
der Welt, sowie die zweitlängste Brücke über Wasser.
Der Fahrer unseres Shuttles war super lustig und beendete fast alle seine Stories mit einem wiehernden Lachen, welches so laut war, dass er sein Mikrp vorsichtshalber jedesmal abschaltete, sonst hätte es uns allen wohl das Trommelfell zerrissen. Alle paar Minuten endete er zur Abwechslung mit dem Satz "I can't believe they are paying me to do this. Yiehahahahahaha Yiehahahahahaha". Der Mann passte wirklich hier in diese Gegend.

Im Oak Valley befindet sich eine der berühmtesten und vielen Filmen vorkommende Eichenallee mit hundertjahre alten Eichen, welche enorme Wurzeln hatten. Auf der Plantage kann man sich die Unterkünfte der damaligen Sklaven anschauen und an einer Tour durch die Villa teilnehmen. Wir gönnten uns abschließend noch einen klassischen Südstaaten-Trunk: Mint Julep bestehend aus Minze, Bourbon-Whiskey, Zucker und crushed Eis.

Weiter ging unsere Tour in die Swamps. Das Tour Unternehmen hatte alles wirklich gut organisiert, denn für die eine Hälfte endete der Ausflug und es ging zurück nach New Orleans und die anderen wie wir stiegen in einen anderen Bus, welcher uns in Louisianas Sümpfe brachte. Mit einem Boot setzten wir unseren Ausflug fort. Die Swanps sind ein einziges riesiges Labyrinth. Die Ruhe wird ab und zu durch ein lärmendes Air Boat durchbrochen. Der Bootsführer wusste wie man die Alligatoren anlockt: mit Marshmallows. Völlig lautlos kamen sie angeschwommen und alles was man sah waren die Köpfe mit den großen Augen. Dann hing sich doch tatsächlich der Boosführer aus dem Boot heraus und verfütterte Hühnchen bzw. hielt es vielmehr nur hin und die Alligatoren sprachen aus dem Wasser heraus und schnappten es sich.

Dabei können sie wirklich betrachtlich in die Höhe springen. Daher also der Spruch einen guten Tourguide erkennt man daran dass er noch alle Finger hat. Neben einigen Exemplaren von Alligatorenköpfen oder Häuten zog der Bootsführer dann auf einmal auch einen lebenden kleinen Alligator aus seinem Schrank heraus. Nach dem ersten kurzen Schreck reichte er diesen dann an uns Passagiere und jeder der den Mut hatte durfte das Alligatörchen halten. Eigentlich recht niedlich und ich glaube der kleine Alligator hatte mehr Angst vor uns als umgekehrt. Vorbei an einigen sich sonnenden Alligatoren, Schildkräten und anderen Tieren ging es wieder zur Anlegestelle zurück. Damit endete unser Ausflug und wir wurden zurück nach New Orleans gebracht.

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt suchten wir uns einen netten Platz zum Abendessen. Das berühmte Café du Monde sah allerdings nicht gerate einladend aus. Es hatte eher den Flair einer offenen Kantine und da wir direkt an der Küche vorbeigelaufen waren und dort einen Einbick in das Treiben erhalten hatten war das erst recht ein Grund uns dort nicht niederzulassen. Gegenüber befindet sich das Riverside Corner, wo wir uns schließlich niederließen. Allerdings war hier der Service wirklich....nicht vorhanden. Nachdem man uns ewig hat warten lassen und eine andere Bedienung uns nicht bedienen wollte, da sie sah dass ihr Kollege ja bereits Getränke gebracht hatte und diesem wohl das Trinkgeld nicht streitig machen wollte, erbarmte man sich und bediente uns dann doch noch. Wir aßen Pasta mit Catfish und Po-Boy. Das klingt zunächst etwas lustig ist allerding nur die Kurzform von Poor Boy einem traditionellen Sandwich aus Louisiana. Für arme Menschen ist das allerdings heutzutage kein erschwingliches Gericht mehr. Die Kreditkarte wollte man am Ende anscheinend auch nicht haben und so gab ich erstmals hier in den USA so gut wie kein Trinkgeld.
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