Donnerstag, 31. Mai 2012

Freddy Hill Farm Park

Nach getaner Arbeit wollte ich Jan den amerikanischen Sport etwas näher bringen und da nächste Woche ein Baseball Spiel auf unserem Plan ist, begannen wir damit. Ca. 30 Minuten von meinem Haus entfernt befinden sich Outdoor Batting Cages - genau das Richtige an einem solchen sonnigen Tag. Eine Anlage schleudert Base/ oder Softbälle auf einen zu und nun muss man versuchen diese mit dem Schläger zurückzuschlagen. Wir hatten viel Spaß dabei, doch nach ein paar Schlägen reibt meistens auch der Schläger am Handgelenk, so dass man gezwungen wird aufzuhören.
Gleich nebenan im Freddy Hill Farm Park befindet sich jedoch eine Minigolf-Anlage und so tauschten wir nur die Baseballschläger in Golfschläger ein und machten uns auf die Bahn. Das war die beste Minigolf Anlage die ich bisher gesehen habe. Nicht nur einfach ein paar Bretter und Bahnen und Löcher sondern richtig gestaltet.  Bereits der Name "Discover America" gibt einen Hinweise: Nachbildungen von bekannten amerikanischen Naturlandschaften wurden hier in Klein nachgebildet und man musste versuchen den Ball z.B. durch den Grand Canyon, den Mount Lookout hinunter, in den Kurven des Horseshoe Canyons oder durch die Wirren des Zion Nationalparks zu manövrieren. Wir hatten bei dieser National Geographic Stunde jedenfalls wahnsinnig viel Spass, auch wenn es sich ab und an mal an den Löchern staute.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Dinner Cruise auf dem Delaware River

Vor ein paar Wochen hatte ich auf Groupon ein Angebot entdeckt: Eine Dinnercruise für zwei Personen auf dem Delaware River in Philadelphia zum halben Preis. Nach der Arbeit fuhren wir zum Penn's Landing. Um 18:30 Uhr startete unsere kleine Kreuzfahrt. Wir genossen den Sonnenuntergang auf dem Sonnendeck bei einem Cocktail. Zuerst ging es kurz Richtung Norden, dann drehten wir um und fuhren wieder unter der Benjamin Franklin Bridge hindurch Richtung Süden zum Flughafen. Während der Fahrt genossen wir unser Büfett sowie Live Unterhaltung durch die Crewmitglieder. Nach circa 3 Stunden legten wir wieder in Philadelphia an. Die Dinnerkreuzfahrt ist wirklich sehr zu empfehlen und eine perfekte Abwechslung nach der Arbeit.

Montag, 28. Mai 2012

Voodoo in New Orleans

Da unser Flug erst um 13:00 Uhr ging, hatten wir noch den Vormittag zur Verfügung.
Bereits 9:00 Uhr morgens schlenderten wir durch die Bourbon Street und bekamen einen Eindruck davon, wie man hier sauber macht. Die Lokale werden Einfach mit dem Wasserschlauch ausgespritzt genauso wie die Gehwege. Kaum zu glauben, dass man am Abend zuvor hier kaum lang laufen konnte vor Menschenmassen. Den Abschluss in New Orleans bildete das Voodoo Museum. Neben einer Ansammlung an wahllosen Gegenständen die angeblich spirituelle Bedeutung hatten, erfuhren wir auch etwas über den Hintergrund des Voodoos und das Voodoo nicht nur Schlechtes oder Verwünschungen zu bedeuten hat. Das Museum an sich bestand allerdings nur aus drei kleinen Räumen, so dass wir nach circa 30 Minuten schon wieder draußen machen. Dann ging es noch schnell zum Hotel unseren Koffer abzuholen und auszuchecken. mit dem Taxi ging es dann zurück zum Flughafen und von dort pünktlich wieder nach Philadelphia. Den Abend ließen wir wieder im Kildare's bei Chicken Wings ausklingen.

Sonntag, 27. Mai 2012

Mississippi und Geister

Unseren letzten vollen Tag in New Orleans begannen wir mit einem Raddampferausflug auf dem Mississippi. Der alte Dampfer schipperte uns ca. 2h durch die Gegend dabei erzählte man uns etwas über die Gegend und eine Jazzband spielte im Inneren des Schiffes. Es war wieder sehr heiß und schwül und wirklich nur im Schatten des Schiffes auszuhalten.
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, unternahmen wir eine Fahrt mit einem weiteren alten Verkehrsmittel welches typisch für New Orleans ist: die Street Cars. Alte Straßenbahnen, die anscheinend auch von Einheimischen sehr gern genommen werden, denn sie waren einfach nur überfüllt. Und natürlich gab es keine Klimaanlage. Wir stiegen im Garden District aus, denn hier befindet sich eine Art Nachbau des Hauses von Scarlett O'Hara aus dem Filmhit "Vom Winde verweht". 
Wieder in der Altstadt zurück gingen wir zum French Market, bei dem es wirklich alles zu kaufen gab. Gleich neben an befindet sich der Flea Market und nachdem wir einige Souvenirs eingekauft hatten, stand auch schon das nächste Ereignis auf dem Plan: eine Ghost Tour. Obwohl der Führer sehr nett war, erfüllte die Tour an sich nicht ganz unsere Erwartungen. Es wurden zu viele lokale Witze gemacht, die wir nicht verstanden, zu wenige Informationen übermittel und zwischendurch wurde man in die alte Blacksmith Bar geführt wo 15 Minuten Aufenthalt hatte und man sich einen Drink kaufen sollte. Außerdem wurden nur wenig wirklich interessante Stories erzählt. Eine davon war die Geschichte von einer Schule die niederbrannte und wo sich heute ein Hotel befindet. Die Beschwerde #1 bei der Rezeption sind angeblich rennende Kinder auf den Fluren nach Mitternacht. 
Zu Abend aßen wir dann in einem netten Restaurant. Als Vorspeise gab es frittierte Tomaten mit einem Dip und anschließend Fisch mit einer Cashew-S0ße.

Samstag, 26. Mai 2012

Louisiana Swamps, Alligatoren und Plantagen

Nach einem Frühstück im Hotel, wurden wir von einem Shuttle Bus abgeholt der uns zunächst zur Oak Valley Plantage brachte. Auf unserem Weg kamen wir am Lake Pontchartrain Causeway vorbei, der mit 38,3km längsten Brücke der USA und damit ihres Zeichens die drittlängste Brücke der Welt, sowie die zweitlängste Brücke über Wasser. Der Fahrer unseres Shuttles war super lustig und beendete fast alle seine Stories mit einem wiehernden Lachen, welches so laut war, dass er sein Mikrp vorsichtshalber jedesmal abschaltete, sonst hätte es uns allen wohl das Trommelfell zerrissen. Alle paar Minuten endete er zur Abwechslung mit dem Satz "I can't believe they are paying me to do this. Yiehahahahahaha Yiehahahahahaha". Der Mann passte wirklich hier in diese Gegend.
Im Oak Valley befindet sich eine der berühmtesten und vielen Filmen vorkommende Eichenallee mit hundertjahre alten Eichen, welche enorme Wurzeln hatten. Auf der Plantage kann man sich die Unterkünfte der damaligen Sklaven anschauen und an einer Tour durch die Villa teilnehmen.  Wir gönnten uns abschließend noch einen klassischen Südstaaten-Trunk: Mint Julep bestehend aus Minze, Bourbon-Whiskey, Zucker und crushed Eis. 
Weiter ging unsere Tour in die Swamps. Das Tour Unternehmen hatte alles wirklich gut organisiert, denn für die eine Hälfte endete der Ausflug und es ging zurück nach New Orleans und die anderen wie wir stiegen in einen anderen Bus, welcher uns in Louisianas Sümpfe brachte. Mit einem Boot setzten wir unseren Ausflug fort. Die Swanps sind ein einziges riesiges Labyrinth. Die Ruhe wird ab und zu durch ein lärmendes Air Boat durchbrochen. Der Bootsführer wusste wie man die Alligatoren anlockt: mit Marshmallows. Völlig lautlos kamen sie angeschwommen und alles was man sah waren die Köpfe mit den großen Augen. Dann hing sich doch tatsächlich der Boosführer aus dem Boot heraus und verfütterte Hühnchen bzw. hielt es vielmehr nur hin und die Alligatoren sprachen aus dem Wasser heraus und schnappten es sich.
Dabei können sie wirklich betrachtlich in die Höhe springen. Daher also der Spruch einen guten Tourguide erkennt man daran dass er noch alle Finger hat. Neben einigen Exemplaren von Alligatorenköpfen oder Häuten zog der Bootsführer dann auf einmal auch einen lebenden kleinen Alligator aus seinem Schrank heraus. Nach dem ersten kurzen Schreck reichte er diesen dann an uns Passagiere und jeder der den Mut hatte durfte das Alligatörchen halten. Eigentlich recht niedlich und ich glaube der kleine Alligator hatte mehr Angst vor uns als umgekehrt. Vorbei an einigen sich sonnenden Alligatoren, Schildkräten und anderen Tieren ging es wieder zur Anlegestelle zurück. Damit endete unser Ausflug und wir wurden zurück nach New Orleans gebracht. 

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt suchten wir uns einen netten Platz zum Abendessen. Das berühmte Café du Monde sah allerdings nicht gerate einladend aus. Es hatte eher den Flair einer offenen Kantine und da wir direkt an der Küche vorbeigelaufen waren und dort einen Einbick in das Treiben erhalten hatten war das erst recht ein Grund uns dort nicht niederzulassen. Gegenüber befindet sich das Riverside Corner, wo wir uns schließlich niederließen. Allerdings war hier der Service wirklich....nicht vorhanden. Nachdem man uns ewig hat warten lassen und eine andere Bedienung uns nicht bedienen wollte, da sie sah dass ihr Kollege ja bereits Getränke gebracht hatte und diesem wohl das Trinkgeld nicht streitig machen wollte, erbarmte man sich und bediente uns dann doch noch. Wir aßen Pasta mit Catfish und Po-Boy. Das klingt zunächst etwas lustig ist allerding nur die Kurzform von Poor Boy einem traditionellen Sandwich aus Louisiana. Für arme Menschen ist das allerdings heutzutage kein erschwingliches Gericht mehr. Die Kreditkarte wollte man am Ende anscheinend auch nicht haben und so gab ich erstmals hier in den USA so gut wie kein Trinkgeld.

Freitag, 25. Mai 2012

Memorial Day Weekend in New Orleans

Nach nur einem Tag Erholung für Jan machten wir uns bereits 15Uhr auf zurück zum Flughafen. Glücklicherweise hatten wir ausreichend Zeit eingeplant, denn wie es sich für ein verlängertes Wochenende gehört gab es Stau auf dem Highway zum Flughafen. Am Parkplatz wurden einige Autos vor uns abgewiesen und wir hatten schon Bedenken, dass wir unser Auto nicht los werden. Aber alle die eine Reservierung hatten wurden noch auf den Parkplatz gelassen. Nur gut dass ich bereits vor 2 Monaten reserviert hatte und so hielt uns also nichts mehr auf. Naja fast nichts mehr. Natürlich hatte unser Flieger Verspätung, aber immerhin erreichten wir mit nur 45 Min  Verspätung New Orleans. Und wenn Jan schon dachte dass es in Philly schwül und heiß ist, so wurden wirhier um ein besseres belehrt. Selbst 21 Uhr hatte es hier noch Temperaturen und eine Luftfeuchtigkeit die unerträglich waren.
Wir entschieden uns ein Taxi zum Hotel zu nehmen, da die Fahrt in die Innenstadt pauschal $33 kostet für 2 Personen. Im Quality Inn Hotel wurden wir freundlich empfangen und bekamen sogar ein kostenloses Upgrade, da der gebuchte Zimmertyp nicht verfügbar war. Wir haben nun eine kleine Suite mit Wohnzimmer, separatem Schlafzimmer und Bad. Nun die Vorhänge sollte man allerdings nicht öffnen denn der Ausblick ist....nicht vorhanden. In ca. 50cm Entfernung erblickt man nämlich die Mauer eines Parkhauses. Im Foyer des Hotels hängen auch ein paar Bilder von den Schäden die Hurricane Catrina damals in dem Viertel und speziell im Erdgeschoss des Hotels angerichtet hat. Auch die Fassade des Hotels hatte es damals sehr mitgenommen.
Wir beschlossen noch einmal kurz nach draußen zu gehen. Die berühmte Bourbon Street ist nur 5 Minuten entfernt und gleich an der erste Ecke waren auch schon die ersten Straßenmusiker anzutreffen die zu Jazzmusik ausgelassen tanzten. Berittene Polizei bewachte das Treiben. Wir liefen weiter und konnten unseren Augen kaum trauen. Im sonst so prüden Amerika liefen doch hier tatsächlich Shows die man in Amsterdam erwartet hätte außerdem lief jeder freizügig mit seinem Alkohol durch die Gegend ohne diesen in den klassischen braunen Papiertüten zu verstecken. Nach ein paar Minuten ließen wir uns im Innenhof des Café Beignet nieder. Auch hier wurde einem Live Jazzmusik geboten und wir aßen unser erstes kreolisches Dinner: Jambalaya (Reis, Gemüse und eine Wurst manchmal auch Alligator).