Vor kurzem habe ich festegestellt, dass im Benjamin Franklin Museum in Philadelphia gerade eine CSI Exhibition stattfindet.
Ich bin zwar kein CSI-Fan, da die Werbung eine hands-on Experience mit eigener Mordaufklärung versprach und die Kriminalistik mich schon immer interessiert hat, gab ich der Sache eine Chance. Für Samstag 17 Uhr kaufte ich mir ein Ticket, denn dann gibt es diese verbilligt.
Mit dem Zug fuhr ich also wieder nach Philadelphia. Das Benjamin Franklin Institute ist ein Wissenschafts- und Technik-Museum, benannt nach dem gleichnamigen Wissenschaftler und Staatsmann. Um nur einen kleinen Einblick in die Bedeutung des Institutes zu geben: bereits Nikola Tesla hielt hier Vorträge und 1934 wurde hier das erste rein elektronische Fernsehsystem vorgestellt.
Durch große, schwere Tueren gelangte man ins Innere. In einer Halle sitzt Benjamin Franklin in Uebergroesse auf auf seinem Stuhl. Man könnte fast meinen man findet sich im Lincoln Memorial in Washington D.C. wieder, den abgesehen vom Gesicht nehmen sich die beiden Körper nicht viel. Während ich noch den überdimensionalen B. Franklin bewunderte, verdunkelte sich plötzlich die Halle und an den 4 abgeflachten Ecken wurde eine Lasershow projektiert: über das Leben und Schaffen des Staatsmannes. Die Show dauert keine 5 Minuten ist aber sehr nett gemacht und wirklich sehenswert.
Ich setzte meinen Weg fort zur CSI Ausstellung. Zunächst erfolgte eine kurze Unterweisung per Video Botschaft von den Schauspielern der Serie. Dann bekam ich meinen Notizzettel und einen Bleistift und auf ging es. Im Museum waren 3 unterschiedliche Tatorte aufgebaut. Meiner zeigte eine Kellnerin, die in einer verlassenen Seitenstrasse ermordet wurde. Nachdem alle Beweise notiert wurden waren (ein Beweis - die Drogen - waren bereits nicht mehr am Tatort zu finden...wer weiss wer sich die unter den Nagel gerissen hatte) ging es zu den Laboren. Kleine Aufgabenstellungen mit Hinweisen wie "Mit wem hat die Ermordete zu letzt gesimst", oder eine DNA Analyse gaben die Richtung bereits grob vor. Neben einem Vergleich der Reifenspuren und einer chemischen Analyse (die jedoch bereits vorbereitet wurden war) durchlief ich 3 verschiedene Labore. Am Ende noch meine Erkenntnisse in den Computer eingeben und abgeschlossen ist der Fall.
Alles in allem ein guter Ansatz. Für ein Science Museum hätte ich mir allerdings doch gewünscht, dass ich meinen eigenen Kopf ein bisschen mehr anstrengen muss. Außerdem war es gerade nach 45 Minuten recht voll geworden in der Ausstellung und man musste warten bis man an einen der 2 zur Verfuegung stehenden Laborplätze kam. Leider waren auch schon einige Computer oder Nachschlagewerke kaputt und unbrauchbar. Die Ausstellung verlaesst am 2. Januar Philadelphia. Kann man nur hoffen, dass das bei der naechsten Station repariert ist. Ich war jedenfalls froh nur $10 an statt der regulaeren $25 gezahlt zu haben, denn so hat das Preis-Leistungs-Verhaeltnis immerhin gepasst.
Das Benjamin Franklin Institute will ich aber auf jeden Fall noch einmal besuchen. Besonders die Electricity and Technology und die Franklin Airshow interessiert mich noch. Ausserdem werden mehrere IMAX Shows angeboten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen