Sonntag, 3. Juni 2012

Flugzeugträger USS Intrepid und Atlantic City

Nach einem doch sehr guten Frühstück im Hotel packten wir unseren Koffer und stellten diesen zunächst an der Rezeption unter. Zu Fuß begaben wir uns dann auf den ca. 45minütigen Marsch zum Flugzeugträger USS Intrepid. Das ehemalige Kriegsschiff ist mittlerweile ein Museum. Es wurde u.a. im 2. Weltkrieg im Pazifik und später im Vietnamkrieg eingesetzt. Im Internet hatte ich gestern Abend noch 2 Tickets inkl. der Tour "Humanity behind the Hardware". Ein Guide erzählte uns von den Menschen, die auf diesem Schiff lebten und arbeiteten - oder sollte man besser kämpften sagen? Aufgrund der vielen Angriffe (durch die Japaner) die das Schiff erlitt und doch immer wieder überwand, war es auch als das Geisterschiff bekannt.. Der Guide zeigte uns die Hangars und fuhr mit uns auf einem der Flugzeugfahrstühle auf das Landedeck. Seitdem wir im Physikunterricht beim Thema Druck und Beschleunigung einmal eine Reportage über Flugzeugträger gesehen haben, war mein Interesse an Flugzeugträgern und vor allem der Technik für Starts und Landungen auf solch begrenztem Raum geweckt. So fand ich es besonders interessant eine richtige Katapultanlage zu sehen. Kaum vorzustellen wie groß der Lärm wohl direkt unter dem Landedeck gewesen sein muss wenn die Flugzeuge starteten. Auf diesem befinden sich heute übrigens verschiedene Militärflugzeuge. Sogar auf die Brücke des riesigen Schiffes durften wir. Gleich nebenan befindet sich das U-Boot USS Growler. Dieses fand ich weniger spektakulär, hier wurden man auch nach längerem Anstehen nur durchgeschleust und konnte sich laufender Weise links und rechts etwas umschauen. Aber auch nicht zu lang, da hinter einem schon die nächsten Gruppe drängelte.
Ursprünglich hatte ich 2-3 Stunden für die USS Intrepid eingeplant, aber es hat uns doch so gut gefallen dass wir uns fast 5 Stunden auf dem Gelände umsahen. Und wir mussten ja auch wieder zurück zum Hotel marschieren um dort unser Gepäck zu holen. Später als geplant kamen wir also wieder an unserem Auto in Jersey City an. Unser Trip führte uns nun ca. 2 Stunden in den Süden nach Atlantic City, welche vor allem durch seine Vielzahl an Casinos bekannt ist, jedoch ihre besten Jahre bereits hinter sich hat. Dennoch findet man in den Hotels wie Trump Plaza, Tropicana, Bally's etc. Casinos und bei unserer Übernachtung war sogar ein $25 Kredit für ein Casino dabei. Wir schlenderten also erst gemütlich den Boardwalk entlang, bis ein heftiger Regenguss uns zum Abendessen zwang. Anschließend versuchten wir unser Glück an einem der tausenden einarmigen Banditen. Obwohl es zwischendurch ganz gut aussah, verspielten wir doch alles, aber was soll's - das Geld war ja eh geschenkt. 

Samstag, 2. Juni 2012

High Line Park und Musical in NYC

Endlich ging es mal wieder nach NYC. Am späten Vormittag erreichten wir die Metropole. Glücklicherweise gibt es noch immer den kostenlosen Parkplatz in Jersey City und so nahmen wir den PATH bis zur Penn Station. Von dort ging es zu Fuß erst einmal ins Hotel. Wir haben ein - für New Yorker Verhältnisse - preiswertes Hotelzimmer gefunden, sogar mit Frühstück. Das Zimmer war auch schon fertig, so dass wir unseren Koffer unterstellen konnten. Kurze Zeit darauf ging es in den Süden Manhattans zur TKTS. Hier kann man verbilligte Resttickets für Off-/Broadway Shows kaufen. Unsere erste und zweite Wahl (Sister Act und Rock of Ages) war entweder schon ausverkauft oder man wies uns netterweise darauf hin, dass es sehr schlechte Plätze seien. Also entschieden wir uns spontan für das Million Dollar Quartet. Voller Entsetzen musste ich beim Bezahlen feststellen, dass meine Kreditkarte nicht an ihrem Platze war. Wurde sie in der Subway geklaut? Aber wer macht sich diese Mühe und lässt die Geldbörse wieder zurück in den Rucksack wandern? Wir kamen also zu dem Schluss, dass sie mir nach dem Einchecken im Hotel wahrscheinlich nicht zurückgegeben worden war, sondern nur die Schlüsselkarten zum Zimmer. Aber sicher waren wir uns nicht.
Wir entschieden uns dennoch unsere geplante Route zum Highline Park fortzusetzen. Der Highline Park wurde auf einer ausgedienten Bahnstrecke.
10m über den Straßen von NYC wurde die Strecke renoviert, begehbar gemacht und mit schön bepflanzt. Dazwischen befinden sich Liegeflächen aus Holz auf denen sich Einheimische und Touristen ausruhen und sonnen. Ab und zu wurden alte Gleise stehen gelassen, um an alte Zeiten zu erinnern. An vielen Stellen hat man Blick auf den Hudson oder kann von oben einen Blick in die Straßenschluchten werfen hinweg über zahlreiche gelbe Cabs. Manchmal läuft man auch direkt unter einem dieser Hochhäuser hindurch. Der Park wurde 2007 eröffnet und immer wieder erweitert.
Dann machten wir uns aber doch zurück zum Hotel, denn so wirklich in Ruhe ließ mich die Sache mit der Kreditkarte nicht. Im Hotel behauptete man dann auch, man habe die Kreditkarte nicht, aber nach eindringlichem Bitten fand man sie dann doch. Zum Glück.
Da unser Musical erst um 8 Uhr im Theater of the New World begann, hatten wir noch Zeit ein leckeres thailändisches Essen zu uns zu nehmen. Das Musical handelte von einer tatsächlich stattgefundenen und einmaligen Record Session der Rock 'n' Roll Ikonen Elvis Presley, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins im Dezember 1956 bei Sun Records in Memphis. Gespielt wurden bekannte Titel wie "Blue Sued Shoes", "Fever", "Great Balls of Fire" etc.  

Freitag, 1. Juni 2012

Target Master & Hot Pot


Teil II meiner Einführung in amerikanische Sportarten: Schießen. Ganz in der Nähe an der Grenze nach Delaware befindet sich ein Target Master. Hier kann man sich Waffen von klein bis Shot Gun ausleihen und auf Schießbahnen abfeuern. Nach einer kurzen Einführung legten wir also los und schlugen uns gar nicht so schlecht. Nach dem die gekaufte Munition abgefeuert war, hatten wir uns unsere Stärkung wirklich verdient. 
Ich hatte einen Tisch im Restaurant "Melting Pot" reserviert. Das Besondere an diesem Restaurant ist das im Tisch integrierte Induktionfeld. Zu Beginn gab es ein Käsefonue und in den heißen Käse konnten wir Brot sowie verschiedenste Gemüsestückchen tunken. Dann wurde der Topf ausgetauscht und in einer von uns auserwählten Suppe (ein Rotweinfondue) wurde die Hauptspeise gekocht. Diese bestand aus verschiedenen Fleischsorten und Fischstücken, Kartoffeln, und Gemüse. Die Nachspeise bestand dann aus verschiedenen Früchten in einem Schokoladenfondue. Alles schmeckte wirklich ausgezeichnet.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Freddy Hill Farm Park

Nach getaner Arbeit wollte ich Jan den amerikanischen Sport etwas näher bringen und da nächste Woche ein Baseball Spiel auf unserem Plan ist, begannen wir damit. Ca. 30 Minuten von meinem Haus entfernt befinden sich Outdoor Batting Cages - genau das Richtige an einem solchen sonnigen Tag. Eine Anlage schleudert Base/ oder Softbälle auf einen zu und nun muss man versuchen diese mit dem Schläger zurückzuschlagen. Wir hatten viel Spaß dabei, doch nach ein paar Schlägen reibt meistens auch der Schläger am Handgelenk, so dass man gezwungen wird aufzuhören.
Gleich nebenan im Freddy Hill Farm Park befindet sich jedoch eine Minigolf-Anlage und so tauschten wir nur die Baseballschläger in Golfschläger ein und machten uns auf die Bahn. Das war die beste Minigolf Anlage die ich bisher gesehen habe. Nicht nur einfach ein paar Bretter und Bahnen und Löcher sondern richtig gestaltet.  Bereits der Name "Discover America" gibt einen Hinweise: Nachbildungen von bekannten amerikanischen Naturlandschaften wurden hier in Klein nachgebildet und man musste versuchen den Ball z.B. durch den Grand Canyon, den Mount Lookout hinunter, in den Kurven des Horseshoe Canyons oder durch die Wirren des Zion Nationalparks zu manövrieren. Wir hatten bei dieser National Geographic Stunde jedenfalls wahnsinnig viel Spass, auch wenn es sich ab und an mal an den Löchern staute.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Dinner Cruise auf dem Delaware River

Vor ein paar Wochen hatte ich auf Groupon ein Angebot entdeckt: Eine Dinnercruise für zwei Personen auf dem Delaware River in Philadelphia zum halben Preis. Nach der Arbeit fuhren wir zum Penn's Landing. Um 18:30 Uhr startete unsere kleine Kreuzfahrt. Wir genossen den Sonnenuntergang auf dem Sonnendeck bei einem Cocktail. Zuerst ging es kurz Richtung Norden, dann drehten wir um und fuhren wieder unter der Benjamin Franklin Bridge hindurch Richtung Süden zum Flughafen. Während der Fahrt genossen wir unser Büfett sowie Live Unterhaltung durch die Crewmitglieder. Nach circa 3 Stunden legten wir wieder in Philadelphia an. Die Dinnerkreuzfahrt ist wirklich sehr zu empfehlen und eine perfekte Abwechslung nach der Arbeit.

Montag, 28. Mai 2012

Voodoo in New Orleans

Da unser Flug erst um 13:00 Uhr ging, hatten wir noch den Vormittag zur Verfügung.
Bereits 9:00 Uhr morgens schlenderten wir durch die Bourbon Street und bekamen einen Eindruck davon, wie man hier sauber macht. Die Lokale werden Einfach mit dem Wasserschlauch ausgespritzt genauso wie die Gehwege. Kaum zu glauben, dass man am Abend zuvor hier kaum lang laufen konnte vor Menschenmassen. Den Abschluss in New Orleans bildete das Voodoo Museum. Neben einer Ansammlung an wahllosen Gegenständen die angeblich spirituelle Bedeutung hatten, erfuhren wir auch etwas über den Hintergrund des Voodoos und das Voodoo nicht nur Schlechtes oder Verwünschungen zu bedeuten hat. Das Museum an sich bestand allerdings nur aus drei kleinen Räumen, so dass wir nach circa 30 Minuten schon wieder draußen machen. Dann ging es noch schnell zum Hotel unseren Koffer abzuholen und auszuchecken. mit dem Taxi ging es dann zurück zum Flughafen und von dort pünktlich wieder nach Philadelphia. Den Abend ließen wir wieder im Kildare's bei Chicken Wings ausklingen.

Sonntag, 27. Mai 2012

Mississippi und Geister

Unseren letzten vollen Tag in New Orleans begannen wir mit einem Raddampferausflug auf dem Mississippi. Der alte Dampfer schipperte uns ca. 2h durch die Gegend dabei erzählte man uns etwas über die Gegend und eine Jazzband spielte im Inneren des Schiffes. Es war wieder sehr heiß und schwül und wirklich nur im Schatten des Schiffes auszuhalten.
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, unternahmen wir eine Fahrt mit einem weiteren alten Verkehrsmittel welches typisch für New Orleans ist: die Street Cars. Alte Straßenbahnen, die anscheinend auch von Einheimischen sehr gern genommen werden, denn sie waren einfach nur überfüllt. Und natürlich gab es keine Klimaanlage. Wir stiegen im Garden District aus, denn hier befindet sich eine Art Nachbau des Hauses von Scarlett O'Hara aus dem Filmhit "Vom Winde verweht". 
Wieder in der Altstadt zurück gingen wir zum French Market, bei dem es wirklich alles zu kaufen gab. Gleich neben an befindet sich der Flea Market und nachdem wir einige Souvenirs eingekauft hatten, stand auch schon das nächste Ereignis auf dem Plan: eine Ghost Tour. Obwohl der Führer sehr nett war, erfüllte die Tour an sich nicht ganz unsere Erwartungen. Es wurden zu viele lokale Witze gemacht, die wir nicht verstanden, zu wenige Informationen übermittel und zwischendurch wurde man in die alte Blacksmith Bar geführt wo 15 Minuten Aufenthalt hatte und man sich einen Drink kaufen sollte. Außerdem wurden nur wenig wirklich interessante Stories erzählt. Eine davon war die Geschichte von einer Schule die niederbrannte und wo sich heute ein Hotel befindet. Die Beschwerde #1 bei der Rezeption sind angeblich rennende Kinder auf den Fluren nach Mitternacht. 
Zu Abend aßen wir dann in einem netten Restaurant. Als Vorspeise gab es frittierte Tomaten mit einem Dip und anschließend Fisch mit einer Cashew-S0ße.