Montag, 31. Oktober 2011

Angekommen

Nach einem langen Flug bin ich endlich angekommen. Die Flüge verliefen eigentlich sehr angenehm - abgesehen von der Tatsache, dass ich meine Kopfhörer ordentlich im aufgegebenen Koffer verstaut hatte. US Airways verlangt mittlerweile eine Gebühr von 5 Euro oder Dollar und nur damit ich dann einen weiteren Kopfhörer vergessen zu Hause habe, den ich dann vergessen kann, wollte ich mir keine weiteren zulegen. Philadelphia ist einer der "Einreiseflughäfen" in die USA. Das heißt alle Passagiere, auch jene die noch weiter fliegen wollen, müssen durch den Zoll und ihr Gepäck an sich nehmen (um es kurz darauf wieder einzuchecken). Ähnlich wie vor 5 Jahren saß ich ganz hinten im Flugzeug und war somit eine der letzten, die von Bord gehen konnte und sich in die lange Schlange vor der Einreisekontrolle einreihen durfte. Und diese bewegte sich nur ganz langsam vorwärts. 2h später hatte auch ich es dann geschafft und  - ebenfalls wie damals - waren meine Koffer schon vom Band sortiert wurden. So wurde mir das wenigstens erspart, denn leicht waren meine Koffer auch nicht. Mit dem Shuttle Bus ging es dann zur Autovermietung. Ich entschied mich heute mal für einen Nissan Altima. Die amerikanischen Schlitten sind immer sehr Benzin-intensiv. Als ich endlich meine Koffer in das Auto gewuchtet hatte, viel mir erst auf, dass dieses Auto einige Neuheiten für mich birgt. Aber da ich nicht nocheinmal umpacken wollte, musste ich mich damit abfinden:
  • statt einer Handbremse gibt es eine Fußbremse, da wo bei Autos mit Gangschaltung die Kupplung ist
  • es gibt keinen Zündschlüssel mehr; sobald man sich mit der "Fernbedienung" im Auto befindet kann man den Start-Knopf bedienen.
  • Zum Schalten muss man tippen (wenn man wie ich nicht die wirkliche Automatik auf Anhieb findet)
Der Vorteil vom zweiten Punkt ist mir noch nicht ganz klar. Früher wusste ich wenigstens wo der Autoschlüssel steckte. Nun suche ich  jedes Mal beim Aussteigen nach dem Autoschlüssel, den man beim Einsteigen irgendwo hingelegt hat.
Durch die Rush Hour und einige Umleitungen aufgrund abgebrochener Äste durch den kürzlich gefallenen Schnee ging es zu meinem vorläufigen Zuhause: den Korman Communities in Malvern. Das Office war noch besetzt und ich bekam meine Schlüssel. Das Apartment ist sehr schön und sehr amerikanisch eingerichtet. Am Besten finde ich die begehbaren Kleiderschränke. Dummerweise liegt mein Zimmer an der Route 30, so dass es zu den Hauptverkehrszeiten recht laut ist, aber da bin ich selbst ja auch meistens schon wach.

Eigentlich wollte ich noch etwas zum Essen einkaufen, aber dafür war ich dann einfach zu müde.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Beantragung des Visums

Nachdem ich in den letzten Wochen mühsam alle Dokumente ausgefüllt und zusammengetragen habe, ging es heute endlich zum US Konsulat nach Frankfurt. Das bedeutet für mich 5.30 Uhr aufstehen, kurz nach 6 Uhr mit dem Zug losfahren um dann im Hauptbahnhof schnell noch Handy und sonstige womöglich gefährliche Gegenstände einzuschließen. Mit der U-Bahn und zu Fuß ging es weiter. Obwohl überall darauf hingewiesen wurde, dass man nicht eher als 15 Minuten eingelassen wird, nahmen das andere wohl nicht so genau und so wurde es bei mir mit meinem 10 Uhr Termin noch einmal richtig knapp. Aber nach Schlange stehen und Sicherheitsuntersuchung schaffte ich es tatsächlich fast pünktlich in.....in einen weiteren Warteraum. Also erneut warten bis ich nach ca. 45 Minuten meinen Pass und die Dokumente sowie alle Fingerabdrücke abgegeben konnte. Dann erfolgte eine weitere Wartephase bis ich zum Interview gebeten wurde. Ja richtige, auch ich hatte das nicht erwartet und dennoch musste ich an einem der vielen Fenster  mit einem Mitarbeiter sprechen. Von Privatsphäre war vor all den Wartenden keine Rede, aber die Konsulatsmitarbeiter stört das ja auch nicht. Nach weiteren 5 Fragen wurde mir also mitgeteilt, dass mein Visum genehmigt ist, und in der nächsten Woche zu gesendet wird.
6 Stunden An- und Abreise, 1,5 Stunden warten stehen zu den 8 Minuten Dokumente abgeben + Interview aber nicht wirklich in einem ausgewogen Verhältnis.